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10 Jahre Haft für Hassprediger Abu Walaa wegen Unterstützung des IS-Terrors

Abu Walaa beim Prozess in Celle 2017
Abu Walaa beim Prozess in Celle 2017 Copyright Julian Stratenschulte/AP
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Von Euronews
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Ein Gericht in Celle hat den mutmaßlichen Deutschland-Chef des sogenannten "Islamischen Staates" wegen der Anwerbung von jungen Leuten für den Kampf in Syrien und im Irak verurteilt.

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Das Oberlandesgericht Celle hat den Mann, der sich Abu Walaa nennt und unter diesem Namen bekannt ist, zu einer Haftstrafe von 10 Jahren und sechs Monaten verurteilt. Abu Walaa gilt als einer der wichtigsten Kontaktmänner der Terrororganisation Islamischer Staat in Deutschland.

Drei Mitangeklagte bekamen im Prozess vor dem Oberlandesgericht Celle Haftstrafen zwischen gut vier und acht Jahren.

Das Gericht erklärte Abu Walaa wegen Unterstützung und Mitgliedschaft in der islamistischen Terrororganisation für schuldig. Der 37-jährige Hassprediger aus dem Irak und sein Netzwerk haben nach Überzeugung der Richter junge Leute vor allem im Ruhrgebiet im Land Nordrhein-Westfalen sowie in Niedersachsen radikalisiert und in die IS-Kampfgebiete nach Syrien und in den Irak geschickt.

Dschihadismus-Experten wie der Islamwissenschaftler an der Universität Osnabrück, Michael Kiefer, sehen klare Verbindungen zur Terrormiliz: "Seine Netzwerke waren sehr umfassend, und man konnte ja sehen, dass einige Leute, die dort verkehrten, dann später nach Syrien oder Irak ausgereist sind."

Ein mitangeklagter Deutsch-Serbe, der acht Jahre Haft erhielt, soll seine Wohnung in Dortmund als Gebetszentrum genutzt und dort auch zeitweise den Islamisten Anis Amri beherbergt haben. Amri verübte 2016 einen Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin, bei dem zwölf Menschen starben.

Abu Walaa war Imam der Moschee des inzwischen verbotenen Vereins "Deutscher Islamkreis Hildesheim". Auch die beiden Mitangeklagten Boban S. und Hasan C. galten als Hassprediger und Rekruten für den IS.

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