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Sexarbeiterinnen protestieren gegen Corona-Verbot: "Können kreativ werden"

Von euronews
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Sexarbeiterinnen protestieren gegen Corona-Verbot: "Können kreativ werden"
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In den Niederlanden haben SexarbeiterInnen gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert. Sie versammelten sich am Dienstag vor dem Parlament in der niederländischen Hauptstadt. Die Prostituierten fordern, dass sie, wie alle anderen körpernahen Dienstleistungen auch, wieder arbeiten dürfen, denn Friseursalons, Tattoostudios und Massagestudios können ab heute wieder KundInnen empfangen.

Viele SexarbeiterInnen haben kein Recht auf Regierungshilfen. Diejenigen, die staatliche Gelder erhalten, sagen, diese reichen nicht aus. Melissa arbeitet als Prostituierte in Arnhem: "Wir müssen unsere Miete zahlen, so wie alle anderen Leute auch, warum also können alle wieder arbeiten, nur wir nicht? Wer bezahlt unsere Miete? Wir haben keine finanzielle Unterstützung, nichts. Wir haben nur uns selbst."

"Wir können kreativ werden, so dass wir einen Kunden nicht einma berühren müssen", so Moira Mona. "Ich bin Domina. Ich muss ihn nicht einmal anrühren, um etwas Nettes zu tun. Ich hoffe, das regt die Vorstellungskraft an."

Auch GastronomInnen protestierten, sie dürfen ebenfalls noch nicht wieder öffnen. SexarbeiterInnen durften im vergangenen Jahr vorübergehend wieder arbeiten, als die Infektionszahlen zurückgingen. Im Winter verschlechterte sich die Pandemie-Lage in den Niederlanden jedoch drastisch.