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"Verstörendes Foto"? 10 Tweets zur Polizistin "mit Herz" in Kassel

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Von Kirsten Ripper  mit Twitter, dpa
Proteste in Hanau am 20. März 2021
Proteste in Hanau am 20. März 2021   -   Copyright  Swen Pfoertner/(c) Copyright 2021, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Der linke Ministerpräsident Bodo Ramelow spricht von einem "verstörenden Foto". Darauf zu sehen ist eine Polizistin in Kassel, die sich offenbar mit einer Frau, die gegen die Corona-Regeln protestiert, solidarisiert, indem sie mit den Händen ein Herz formt. Die Teilnehmerin an der Demo trägt keine Maske, auf einem Plakat, das sich die Frau umgehängt hat, steht: "Schützt unsere Kinder vor diesem Wahnsinn". Zudem hat die Demonstrantin ihren Arm um die Polzistin gelegt.

Für seinen Kommentar hagelt es auch Kritik am linken Landeschef Ramelow, denn schließlich wisse er ja nicht, wie das Bild entstanden sei und was dahinter stecke.

Die Polizei Nordhessen schreibt zu der Szene: "Im Netz kursieren Bilder und Videos, welche das Einschreiten von Einsatzkräften kritisch darstellen und die Polizei bei vermeintlichen Solidaritätsbekundungen zeigen. Wir nehmen das sehr ernst und werden die Sachverhalte intensiv aufarbeiten. Unsere Neutralität ist insbesondere bei Einsätzen anlässlich von Demonstrationen sehr wichtig. Verhalten, das gegen das Neutralitätsgebot der Polizei verstößt oder Zweifel daran aufkommen lässt, ist für uns nicht akzeptabel."

Es hatte auch Kritik daran gegeben, dass die Sicherheitskräfte in Kassel das Einhalten der Corona-Regeln nicht durchgesetzt hatten.

In den vergangenen Jahren war die Polizei in Hessen wegen mehrerer Skandale um rechtsexreme Chat-Gruppen oder mangelnde Ermittlungen in Richtung Rechtsextremismus wie nach den Morden von Hanau in Verruf geraten.

Doch viele Twitter-User:innen solidarisieren sich mit der Polizistin.

Und die Polizistin wird zum Meme.

Am Samstag hatten etwa 20.000 Menschen an Protesten der sogenannten Querdenker teilgenommen, um die geltenden Corona-Regeln anzuprangern. Dabei kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Protestierenden und der Polizei. Auch Gegendemonstrant:innen und Journalist:innen wurden von Teilnehmer:innen der Querdenker-Proteste attackiert.