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Neue Regierung im Kosovo - das Land impft noch nicht

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Neue Regierung im Kosovo - das Land impft noch nicht
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Das Parlament im Kosovo hat am Montag einer neuen Regierung zugestimmt. Die linke Reformbewegung Vetevendosje hatte die Parlamentswahl vor gut einem Monat deutlich gewonnen.

Damit ist der ehemalige Bürgerrechtler Albin Kurti ein Jahr nach dem Sturz seiner ersten Regierung erneut zum Ministerpräsidenten des Kosovo gewählt worden.

Die Abgeordneten stimmten mit 67 zu 30 Stimmen für das 17-köpfigen Kabinett von Albin Kurti. In dem Kabinett sind sechs Ministerinnen vertreten.

"Meine Priorität ist die Normalisierung des Kosovo, seine Entwicklung und Demokratisierung und Gerechtigkeit. Auch Serbien wird normalisiert, indem es sich mit seiner Vergangenheit auseinandersetzt und ebenfalls demokratisiert wird", so Albin Kurti.

Die Wiederbelebung der kosovarischen Wirtschaft, einschließlich der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, des organisierten Verbrechens und der Korruption bleiben die größten Aufgaben für die neue Regierung.

Eine der größten Herausforderungen wird aber auch die Bekämpfung der Corona-Pandemie sein. Der Kosovo ist das einzige europäische Land, das noch nicht mit dem Impfen angefangen hat. Gesundheitspersonal war ins benachbarte Albanien gereist, um sich impfen zu lassen.

Albin Kurti versprach, in diesem Jahr Impfstoffe für 60 Prozent der Bevölkerung zu organisieren.

Priorität in allen Gesprächen wird immer die Suche nach den 1.640 Menschen sein, die seit dem Krieg vermisst werden.
Albin Kurti, Ministerpräsident des Kosovo

Eine Normalisierung der Beziehung zum Nachbarn Serbien steht allerdings nicht ganz oben auf der Agenda von Albin Kurti. Die internationale Gemeinschaft drängt auf eine Wiederaufnahme der Verhandlungen zwischen Belgrad und Pristina.

Die meisten westlichen Nationen haben die Souveränität des Kosovo anerkannt, Serbien und seine Verbündeten Russland und China jedoch nicht.

Albin Kurti hatte gesagt, dass der Dialog der einzige Weg sei, um die Probleme mit Serbien zu lösen. Seine Priorität in allen Gesprächen würde jedoch immer die Suche nach den 1.640 Menschen sein, die seit dem Krieg vermisst werden.