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Nordmazedonier wandern ab

Von Euronews mit AFP
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Nordmazedonier wandern ab
Copyright  Boris Grdanoski/AP
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Im Dorf Mokrino in Nordmazedonien nahe der Grenze zu Bulgarien wohnt bald niemand mehr. 700 Namen stehen auf der Wählerliste, doch nur etwa 150 Menschen wohnen noch hier. In der Schule sind nur zwei Schüler, Angel und Giorgi.

Angel sagt: "Wir sind nur zu zweit. Ich hätte gern mehr Kinder zum Spielen und zum Sport machen."

Und Giorgi meint: "Es ist nicht so schön. Wir hätten gerne mehr Freunde."

Lehrerin Dusanka Vasiljeva sagt, sie denke vor allem an die nächste Generation. Sie selbst geht bald in Pension. Sie hofft, die, die ausgewandert sind, kommen wieder zurück.

Giorgis Mutter, Slobodanka Miceva, hilft ihrem Sohn bei den Hausaufgaben. Oft sei er traurig, erzählt sie. Sie spielt mit ihm, um ihn aufzuheitern.

Aco Kicev ist 63 Jahre alt. Er erinnert sich: "Früher hatten wir in der Grundschule vier Altersstufen. Und in jeder Klasse waren an die 35 Kinder. Sie sind jetzt alle in Deutschland oder in der Schweiz."

Mokrino ist kein Einzelfall. Laut einer EU-Studie haben mehr als 500.000 Nordmazedonier ihr Land verlassen. Sie suchen Arbeit und einen besseren Lohn als in ihrer Heimat.