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Ostukraine: Biden schlägt Putin Gipfeltreffen vor

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Ostukraine: Biden schlägt Putin Gipfeltreffen vor
Copyright  Alexander Zemlianichenko/AP2011
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Im Konflikt um die Ostukraine hat US-Präsident Joe Biden Kremlchef Wladimir Putin ein Gipfeltreffen vorgeschlagen. Putin ließ jedoch unklar, ob er die Einladung annimmt. Das Treffen soll in einem Drittstaat stattfinden.

Hintergrund ist der Aufmarsch der russischen Truppen an der ukrainischen Grenze und auf der annektierten Halbinsel Krim - der größte seit 2014.

Im Telefonat mit Putin betonte Biden die Souveränität und Einheit der Ukraine. Die frühere Sowjetrepublik will der NATO beitreten.

Zehntausende russische Soldaten

Die Ukraine wirft Russland vor, an der Landesgrenze mehr als 80.000 Soldaten zu stationieren. Dort wächst die Furcht vor einer Invasion.

Das Telefonat erfolgte wenige Stunden, nachdem der ukrainische Außenminister in Brüssel bei NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg um Hilfe gebeten hatte.

Der beträchtliche Aufmarsch des russischen Militärs ist unbegründet, unerklärlich und besorgniserregend. Russland muss seine militärischen Provokationen in und an der Grenze zur Ukraine beenden, um die Lage umgehend zu deeskalieren.
Jens Stoltenberg
NATO-Generalsekretär

Die Ukraine wolle keinen Krieg, sagte der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba. Man plane keine Offensive oder militärische Eskalation. Die Ukraine wolle den Konflikt mit diplomatischen und politischen Mitteln beilegen.

Antwort auf NATO-Übung

Aus dem Kreml hieß es hingegen, Russland reagiere auf NATO-Manöver an der russischen Grenze.

Unsere Maßnahmen sind eine angemessene Antwort auf die militärischen Aktivitäten der Allianz, die für Russland eine Bedrohung darstellen. Innerhalb von drei Wochen haben wir erfolgreich zwei Heere und drei Luftwaffen-Regimenter an die westliche Grenze der russischen Föderation in Gebiete verlegt, wo Trainings und Kampfoperationen durchgeführt wurden. Die Soldaten sind voll einsatzbereit und fähig, die Sicherheit des Landes zu verteidigen.
Sergei Shoigu
russischer Verteidigungsminister

Anfang des Jahres war die Gewalt in der Ostukraine zwischen Kiew-treuen Soldaten und prorussischen Separatisten erneut eskaliert.