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Ansturm auf Impfungen mit AstraZeneca in Bayern

AstraZeneca-Impfstoff gegen Covid-19
AstraZeneca-Impfstoff gegen Covid-19   -   Copyright  Peter Dejong/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved
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In Bayern bieten zahlreiche Kommunen Sonder-Impfaktionen mit dem Wirkstoff von AstraZeneca an, dessen Image nach Berichten über Thrombosen als Nebenwirkung gelitten hat. Trotzdem erleben die Impfzentren einen Anstrum, viele Menschen wollen schnell geimpft werden.

Zahlreiche bayerische Kommunen ermöglichen ihren Bürger:innen ab 60 Jahren noch bis zum 18. April kurzfristige Impftermine mit dem Impfstoff des Herstellers AstraZeneca. Die Nachfrage ist enorm. Im Landratsamt Augsburg sei wegen der vielen Anrufe zeitweise die Telefonanlage ausgefallen, teilte ein Sprecher mit. Ab dem 19. April wird Astrazeneca nur noch in Hausarztpraxen verwendet. In den Impfzentren sind dann keine Erstimpfungen mehr mit diesem Impfstoff möglich.

Vertrauen in Impfstoff von AstraZeneca weiterhin hoch

Im Landkreis Augsburg sollen am kommenden Wochenende 3.500 zusätzliche Dosen des Impfstoffes von AstraZeneca verimpft werden. Bei der Hotline des Landratsamtes seien am Tag des Registrierungsstartes am Dienstag exakt 225.493 Anrufe eingegangen, davon rund 155 000 in der ersten Stunde. Bis zum Abend seien dann 3.200 der 3.500 Termine vergeben gewesen, so Landrat Martin Sailer (CSU). Die Telefonanlage sei zwischenzeitlich außer Gefecht gesetzt gewesen.

Die Nachfrage habe gezeigt, "dass das Vertrauen in das Vakzin von AstraZeneca weiterhin hoch sei, so Landrat Sailer in Ausgburg. Nach Berichten über Nebenwirkungen waren die Altersempfehlungen für AstraZeneca geändert worden. Zuletzt hatte die Ständige Impfkommission (Stiko) empfohlen, in Deutschland das Präparat nur noch Menschen ab 60 Jahren zu spritzen.

Litauen, Lettland und Tschechien wollen Dänemark AstraZeneca-Dosen abkaufen

Nachdem Dänemark am Mittwoch als erstes Land angekündigt hatte, vollständig auf den Corona-Impfstoff von AstraZeneca verzichten zu wollen, haben sowohl Litauen als auch Tschechien Interesse an den AstraZeneca-Dosen in den dänischen Beständen angemeldet.

Wenn Dänemark erwägen würde, seine Mengen zu verteilen, wären sie glücklich, wenn sie sie übernehmen könnten, sagte die litauische Regierungschefin Ingrida Simonyte am Donnerstag in Vilnius. Das baltische EU-Land habe bereits sein Interesse in Kopenhagen signalisiert. Unklar ist allerdings, ob ein solcher Handel nach den EU-Beschaffungsregeln überhaupt möglich ist.

Neben Litauen interessiert sich auch das benachbarte Lettland für die übrigen Impfstoffdosen in Dänemark. Zuvor hatte bereits Tschechien Interesse an den übrig bleibenden Dosen bekundet. "Wir sind bereit, AstraZeneca von Dänemark abzukaufen", schrieb Innenminister Jan Hamacek am Mittwoch bei Twitter.

Dänemark hatte den Schritt mit sehr seltenen Fällen von Blutgerinnseln, Blutungen und niedriger Blutplättchenzahlen begründet.

Weitere Quellen • BR