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Raúl Castro geht: "Es lebe Fidel"

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Raúl Castro geht: "Es lebe Fidel"
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Zum Auftakt des achten Kongresses der Kommunistischen Partei Kubas in Havanna hat Parteichef Raúl Castro seinen Rücktritt von dem Amt angekündigt. "Was mich betrifft, so endet meine Aufgabe als Erster Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas mit der Befriedigung, meine Pflichten erfüllt zu haben, und dem Vertrauen in die Zukunft des Vaterlandes", sagte der 89-Jährige Bruder Fidel Castros.

Außerdem erklärte Castro: "So lange ich lebe, werde ich den Stiefel im Steigbügel haben, mein Land verteidigen, die Revolution und den Sozialismus mit mehr Kraft denn je. Es lebe das freie Kuba, es lebe Fidel, Vaterland oder Tod."

Die kubanische Wirtschaft litt zuletzt stark unter scharfen US-Sanktionen sowie unter dem Einbruch des Tourismus in der Corona-Pandemie.

Vor drei Jahren hatte Raul Castro bereits den Posten als Staatspräsident an Miguel Díaz-Canel ab. Zum ersten Mal wird nun auch die Kommunistische Partei Kubas nicht mehr von einem Castro geführt.

Raúl Castro hatte das Amt des Ersten Sekretärs im Jahr 2011 von seinem älteren Bruder, dem Revolutionsführer Fidel Castro, übernommen, der 2016 starb.

PCC-Kongresse finden seit dem ersten im Jahr 1975 etwa alle fünf Jahre statt. Diesmal nehmen daran wegen der Corona-Pandemie nur rund 300 Delegierte teil - statt, wie zuvor, etwa 1000. Sie wählen unter anderem das Zentralkomitee.

Bei der Vorstellung des Berichts hob Castro Kubas Bewältigung der Pandemie sowie Wirtschaftsreformen - wie die Abschaffung einer der beiden einheimischen Währungen zu Beginn dieses Jahres - als Errungenschaften hervor. Er gestand aber auch "Nachlässigkeiten" bei der Umsetzung der Reformen ein, die etwa zu überhöhten Preisen geführt hätten. Auch bestünden Probleme wie Korruption fort. Castro betonte außerdem, dass Kuba einen respektvollen Dialog mit dem langjährigen Erzfeind USA wolle, ohne dafür Zugeständnisse in Hinblick auf seine Souveränität und Unabhängigkeit zu machen.