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Spaniens Bankenprimus CaixaBank sägt an jedem 6. Job

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Spaniens größte Bank will offenbar fast 18 Prozent ihrer Jobs streichen: Die CaixaBank plant den Abbau von knapp 8.300 (von rund 51.000) Arbeitsplätzen. Die Gewerkschaft hofft auf Verhandlungen.

Nach der Übernahme der staatlichen Bankia (26/03/2021) sollen auch mehr als 1.500 (von 6.300) Filialen geschlossen werden, so ein Gewerkschaftssprecher („Handelsblatt“). Das Institut hatte Bankia für 4,3 Milliarden Euro übernommen und war damit zum Branchenprimus in Spanien aufgestiegen. Bei der Übernahme waren bis 2023 Einsparungen von jährlich 770 Millionen Euro in Aussicht gestellt worden. Bankia erhielt vierundzwanzig Milliarden Euro an öffentlichen Geldern, rund 86 Prozent sind noch nicht zurückgezahlt.

Laut spanischer Regierung gäbe es ohne die Übernahme noch mehr Entlassungen.

María Jesús Montero, spanische Finanzministerin:

"Wenn die entsprechenden Fusionen nicht stattgefunden hätten, würden wir ziemlich sicher von noch mehr betroffenen Arbeitnehmern sprechen, da es, wohlgemerkt, im Finanzumfeld Konzentrationsbedarf gibt, damit wir dann genau die Belegschaft bekommen, die wir optimal erhalten können."

Insgesamt planen spanische Privatbanken, darunter Caixabank, Santander und BBVA, in diesem Jahr mehr als 18.000 Entlassungen, mitten in der Pandemie-Wirtschaftskrise.

su mit AFP