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Heftige Kämpfe in Myanmar: Rebellen greifen Militärposten an

Rebellen sollen einen Militärstützpunkt in Myanmar angegriffen und eingenommen haben.
Rebellen sollen einen Militärstützpunkt in Myanmar angegriffen und eingenommen haben.   -   Copyright  AP/AP
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In Myanmar sollen Rebellen einen Militärstützpunkt an der Grenze zu Thailand angegriffen und eingenommen haben.

Kämpfer der ethnischen Minderheit der Karen-Volksgruppe hätten den Armeeposten am frühen Dienstagmorgen attackiert. Das gab ein Sprecher der Widerstandsgruppe Karen National Union (KNU) gegenüber Medien bekannt.

Augenzeugen berichteten in lokalen Zeitungen, dass Soldaten von dort geflohen seien. Die Rebellen sollen den Stützpunkt angezündet haben, Videos in den sozialen Netzwerken zeigten Flammen und Rauch, die am Fluss Salween vom Grenzposten Thaw Le Hta hochstiegen. Der Fluss an der östlichen Grenze des Landes trennt das frühere Birma vom Nachbarland Thailand.

Seit dem Militärputsch Anfang Februar greift die Armee immer wieder Gebiete ethnischer Minderheiten an. "Mehr als 24.000 Zivilisten der Karen sind in den Dschungel geflohen, weil das Militär uns aus der Luft angegriffen hat", sagte der Sprecher der Widerstandsgruppe Karen National Union (KNU) Saw Taw Nee. "Kampfjets fliegen jeden Tag über die Dörfer, so dass sich die Menschen nicht trauen, zurückzukehren."

Aung San Suu Ky hat weiter keinen persönlichen Kontakt zu ihrem Anwalt

Am Montag wurde bekannt, dass Myanmars entmachtete und festgehaltene Regierungschefin Aung San Suu Ky in einem weiteren Gerichtstermin angehört wurde. In der Videoschalte bat sie den Richer laut ihres Anwalts erneut darum, persönlichen Zugang zu ihrem Anwalt zu bekommen.

Eine Entscheidung dazu sei aber noch immer nicht gefällt worden. Seit dem Putsch vor knapp drei Monaten sitzt die 75-jährige Politikerin im Hausarrest, der Aufenthaltsort ist unbekannt.

Es sei das Grundrecht eines Angeklagten, einen Anwalt zu treffen und private Anweisungen zu erteilen, so die Anwälte. Obwohl ein solches Treffen schon zu Beginn des Verfahrens beantragt worden sei, habe das Gericht diesem immer noch nicht zugestimmt, hieß es.

Landesweite Proteste gegen die Junta, versuchen Armee und Polizei mit brutaler Gewalt zu unterdrücken. Mehr als 3400 sitzen derzeit in Haft. Auch von schwerer Folter ist immer wieder die Rede. Die Demonstranten fordern die Wiedereinsetzung der Regierung.