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Schicksalswahl in Schottland

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Schicksalswahl in Schottland
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Schottland wählt an diesem Donnerstag ein neues Regionalparlament. Es geht indirekt auch um ein zweites Unabhängigkeitsreferendum für den britischen Landesteil

Die Schottische Nationalpartei (SNP) von Regierungschefin Nicola Sturgeon hofft dabei auf eine absolute Mehrheit. Die Partei, die derzeit mit Duldung der schottischen Grünen regiert, fordert ein zweites Unabhängigkeitsreferendum für den britischen Landesteil - dazu braucht sie allerdings die Zustimmung aus London.

Premierminister Boris Johnson lehnt das bislang aber strikt ab: "Meiner Meinung nach denken die meisten Menschen in Schottland und die meisten Menschen in ganz Großbritannien, dass dies nicht der richtige Zeitpunkt ist, da wir gerade gemeinsam aus einer Pandemie herauskommen. Es ist nicht die Zeit für ein rücksichtsloses und unverantwortliches zweites Referendum."

Bei dem ersten Referendum 2014 hatte sich noch eine Mehrheit von 55 Prozent der Schotten gegen die Abspaltung von der Union mit England, Wales und Nordirland ausgesprochen- eine Umfrage in dieser Woche ergab, dass heute nur noch 49 Prozent der Schotten mit "Nein" stimmen würden. Befürworter der Unabhängigkeit argumentieren, dass der Brexit die Situation jedoch radikal verändert hat.

"Mein Herz sagt ja, es wäre großartig. Aber mein Kopf denkt an die wirtschaftliche Seite, an die Verwaltung eines so kleinen Landes, auch wenn ich die Idee der Zusammenarbeit wirklich liebe. Der Brexit war schrecklich für mich. Ich hasse es, dass wir die EU verlassen haben", so Olive Burnside, eine unentschlossene Wählerin.

Mit einem Endergebnis der Wahl in Schottland wird erst am Samstag gerechnet. Auch in anderen Teilen Großbritanniens ist an diesem Donnerstag Wahltag. Neben Schottland bestimmt auch Wales über ein neues Regionalparlament. In London und vielen anderen Städten und Kreisen Englands werden neue Bürgermeister sowie Bezirks- und Gemeinderäte gewählt.