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Für die Forschung - junge Leute lassen sich mit Covid infizieren

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Für die Forschung - junge Leute lassen sich mit Covid infizieren
Copyright  Luke Hanrahan pour euronews
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Vielleicht sind sie die wahren Helden der Pandemie: In Oxford lassen sich junge, gesunde Menschen für eine Feldstudie („human challenge trial“, kontrollierter menschlicher Infektionsversuch) mit Covid-19 infizieren – um die Krankheit besser zu verstehen und – wenn möglich – samt Varianten in den Griff zu kriegen. Gesucht wurden Freiwillige zwischen 18 und 30, die schon mal infiziert waren („Ärzteblatt“).

Impfexpertin Professor Helen McShane, Department of Paediatrics, University of Oxford, verantwortlich für die Studie:

"Mit dieser Studie wollen wir feststellen, ob ein bestimmtes Maß einer bestimmten Art von Immunantwort verhindert, dass Menschen in unserem kontrollierten menschlichen Infektionsmodell erneut infiziert werden. Diese Immunantwort können wir nutzen, um Impfstoffe schneller zu entwickeln, Impfstoffe schneller zu testen und schneller einzusetzen.“

Die Probanden haben sich in der Vergangenheit schon einmal von Covid erholt – sie werden mit kleinen Dosen infiziert, um herauszukriegen, welche Virusmenge eine erneute Infektion auslöst und zu verfolgen, wie das Immunsystem reagiert.

Luke Hanrahan, Euronews:

„Bis zu 64 Patienten werden im Krankenhaus von Wissenschaftlern der Universität Oxford mit Covid19 erneut infiziert. Sie bleiben so lange dort, bis das Coronavirus ihren Körper wieder verlassen hat – man rechnet mit bis zu drei Wochen."

MENSCHENVERSUCHE?

Doktor Susan Jackson ist für die Auswahl der Kandidaten zuständig. Sie bekommen für die – auch unter Medizinern nicht unumstrittenen – Versuche je 5.000 Pfund (5.770 Euro) und werden rund um die Uhr überwacht. Die Versuche beginnen kommende Woche.

Doktor Susan Jackson, Clinical Research Fellow, University of Oxford:

“Wir wissen immer noch nicht genau, was Menschen vor Covid schützt, davor, wirklich an Covid zu erkranken, und dies wird uns hoffentlich helfen, diese Frage zu beantworten.”

Und? Ist sie aufgeregt?

Doktor Susan Jackson, Clinical Research Fellow, University of Oxford:

"Wir erwarten so viele Informationen von dieser Studie. Sie wird uns helfen, Impfstoffe zu entwickeln, es wird uns helfen, Therapien zu entwickeln. Ich bin wirklich gespannt.“

Kritiker ("Pharmazeutische Zeitung") bemängeln, dass sich Langzeitschäden selbst bei jungen, gesunden Menschen nicht ausschließen lassen. Sie würden durch diese Art von Studien vorsätzlich in Gefahr gebracht.

Luke Hanrahan, su