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BioNTech-Chef Sahin: Herdenimmunität in Europa spätestens im August

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Ugur Sahin
Ugur Sahin   -   Copyright  AP / Bernd von Jutrczenka/(c) dpa-Pool
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Der Vorstandsvorsitzende des Impfstoffherstellers BioNTech, Ugur Sahin, - hier bei der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes im März - rechnet damit, dass in Europa ab diesem Sommer Herdenimmunität gegen das Coronavirus bestehen wird. Hinter dem Begriff steckt laut Robert Koch-Institut das Prinzip, dass innerhalb einer Gesellschaft bei einer genügend hohen Anzahl an geimpften Personen - rund 70 Prozent - ein Gemeinschaftsschutz eintritt.

„Europa wird in die Herdenimmunität im Juli, spätestens im August 'reinkommen. Und andere Länder haben noch deutlich weniger Impfstoff. Man muss eben auch sehen: Es sind auch Menschen, die den Impfstoff benötigen, und es ist auch eine Menschheitsaufgabe“, erläutert Sahin.

In Israel hat das Gesundheitsministerium eine Ermittlung eingeleitet, um einen möglichen Zusammenhang zwischen einer Impfung mit dem Mittel von BioNTech/Pfizer und einer Häufung von Fällen von Herzmuskelentzündung zu untersuchen.

„Wir haben bis jetzt in dem, was wir gesehen haben, keine Hinweise auf diese gehäuften Fälle von Herzmuskelentzündung, sodass wir das momentan nicht bestätigen können. Wir schauen uns das aber noch weiter an“, so Sahin.

Sahin geht davon aus, dass wahrscheinlich eine dritte Impfung notwendig sein wird, um den Schutz aufzufrischen. Diese zusätzliche Dosis sollte, so Sahin, neun bis zwölf Monate nach der Erstimpfung verabreicht werden.