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Seilbahnunglück: Verhaftete schalteten Notbremse ab

Von Giorgia Orlandi
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Seilbahnunglück: Verhaftete schalteten Notbremse ab
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14 Menschen starben beim Absturz einer Seilbahngondel am Lago Maggiore, drei Tage später sind der Betreiber der Seilbahn, der Betriebsleiter und Leiter des technischen Service in Haft. Schnell hat sich herausgestellt, dass das Unglück kein Zufall war, sondern auf eine Manipulation der Bremsanlage der Gondel zurückzuführen ist. Es bestand massiver Wartungsbedarf nach dem langen Corona- Stillstand.

Fehlfunktionen sind schon seit Ende April immer wieder aufgetreten. Die Firmen, die die Wartungsarbeiten durchführen, wurden regelmäßig gerufen, die Probleme aber nicht behoben.
Roberto Cicognani
Kommandant der Carabinieri in Verbania

Da man den Fehlfunktionen nicht auf den Grund kam, wurde das Notbremssystem der Gondel wissentlich deaktiviert, damit der Betrieb ungestört weiterlaufen konnte.

Hier geht es nicht um Fahrlässigkeit. Das blockieren der Notbremse war eine bewusste Entscheidung. Damit haben wir es mit Totschlag und schwerer Körperverletzung zu tun.
Olimpia Bossi
Oberstaatsanwältin von Verbania

In einer kleinen Zeremonie wurde auf dem Mailänder Flughafen der toten israelischen Familie gedacht. Allein ein Sohn überlebte, der 5-jährige Eitan.

Sein Zustand bessert sich, die Ärzte des Turiner Krankenhauses, wo er behandelt wird, haben bekannt gegeben, dass er aus dem Koma aufgewacht ist. Zur Zeit wird er von seiner Tante, der Schwester seines verstorbenen Vaters, betreut, und obwohl die Ärzte zurückhaltend mit Prognosen sind, so sind sie doch vorsichtig optimistisch.