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Spahn trifft G7-Kollegen: in Zukunft besser werden

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU)
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU)   -   Copyright  Michael Sohn/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved
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Mehr als ein Jahr Coronavirus-Pandemie liegt hinter Europa und der Welt. Experten sehen die Gefahr trotz vielerorts sinkender Inzidenz-Zahlen noch nicht gebannt. Neben der weiteren Eindämmung der Neuinfektionen und der Belebung der Impfkampagne dürfte eine weitere Frage derzeit nicht nur Europas Regierungen und Behörden umtreiben: Wie können wir es in Zukunft besser machen?

Mit dieser Frage beschäftigen sich in dieser Woche die Gesundheitsminister der G7-Staaten. Die Ressortleiterinnen und Ressortleiter aus Großbritannien, den USA, Frankreich, Italien, Kanada, Japan und aus Deutschland kommen in dieser Woche in der britischen Universitätsstadt Oxford zusammen - ein Termin, der einer Reihe von Digital-Gipfeln nun wieder in Präsenz stattfindet. Aus Berlin reist Bundesgesundheitsminister Jens Spahn an die Themse.

"Globale Zusammenarbeit nie wichtiger als jetzt"

Konkret wollen die GipfelteilnehmerInnen über gemeinsame Standards sprechen, etwa bei der Erprobung von Impfstoffen. EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides mahnte im Vorfeld zur Geschlossenheit. "Globale Zusammenarbeit war nie wichtiger als jetzt", sagte sie mit Blick auf eine bessere Überwachung des Infektionsgeschehens und auf den Austausch von Daten. Auch darüber wollen die GipfelteilnehmerInnen beraten. Außerdem dürfte es um eine ausgewogenere Verteilung von Impfstoffen gehen. Derzeit verwalten nur zehn Länder rund 75 Prozent des weltweit verfügbaren Impfstoffs. Die G7-Staaten wollen eine Notreserve einrichten, um besonders gefährdeten Ländern helfen zu können.

Gastgeber Hancock in Bedrängnis

Der Tagungsort, die Oxford University, gilt als Geburtsstätte des Impfstoffs des britisch-schwedischen Herstellers AstraZeneca. Hier haben Forscher der Universität und Experten des Pharmakonzerns an der Entwicklung des Vakzins gearbeitet.

Gastgeber des G7-Gipfels ist der britische Gesundheitsminister Matt Hancock. Boris Johnsons Ressortchef steht unter Druck, denn Experten sehen das Vereinigte Königreich - trotz vergleichsweise niedriger Infektionszahlen - am Beginn einer dritten Welle. Ende Juni sollen auch die letzten Beschränkungen im öffentlichen Leben wegfallen - sofern die Zahlen es zulassen.