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Vor den Augen des Babys: Ehemann gesteht brutalen Mord an 20-Jähriger

Von Euronews mit AP
Babis Anagnostopoulos, der gestanden hat, seine Frau ermordet zu haben, in Athen in Griechenland
Babis Anagnostopoulos, der gestanden hat, seine Frau ermordet zu haben, in Athen in Griechenland   -   Copyright  Aggelos Barai/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved
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Die brutale Ermordung der 20 Jahre alten Caroline Crouch bei Athen hatte im Mai in Griechenland und in Großbritannien für Entsetzen gesorgt. Die junge Frau, die mit ihren Eltern als Kind auf die griechische Insel Alonnisos ausgewandert war, war vor den Augen ihres 11 Monate alten Babys ermordet worden.

Der 33-jährige Ehemann - ein Hubschrauber-Pilot und Ausbilder - machte Einbrecher für den Mord an Caroline Crouch verantwortlich. Erst jetzt hat Babis Anagnostopoulos gestanden, dass er seine Frau vor den Augen des gemeinsamen Kindes umgebracht hatte, weil sie damit gedroht hatte, ihn mit dem Baby zu verlassen.

Die Polizei hatte zeitweise eine Belohnung von 300.000 Euro auf die Ergreifung der mutmaßlichen Mörder der jungen Frau ausgesetzt. Babis Anagnostopoulos hatte behauptet, die Einbrecher hätten eine hohe Geldsumme gestohlen, die für Bauarbeiten vorgesehen war.

Die Geschichte, die der Ehemann der Polizei am 11. Mai aufgetischt hatte, war offenbar komplett erfunden und diente dazu, den Mord im Athener Vorort Glyka Nera zu vertuschen.

Wenige Tage nach der Ermordung von Caroline Crouch hatte Babis Anagnostopoulos auf Instagram ein Hochzeitsfoto veröffentlicht und geschrieben: "Für immer zusammen. Lebe wohl, meine Liebe."

Die Instagram-Fotos aus glücklichen Zeiten stimmen inzwischen nachdenklich und machen traurig.

Schon zuvor waren den Ermittlern Ungereimtheiten aufgefallen.

Caroline Crouchs Smartwatch hatte aufgezeichnet, dass ihr Herz zu einem Zeitpunkt noch schlug, als ihr Mann behauptete, sie sei bereits ermordet worden. Der Aktivitäts-Tracker auf seinem Telefon zeigte an, dass sich der Ehemann im Haus bewegte, während er behauptete, er sei gefesselt worden. Zudem waren die Karten aus den Überwachungskameras entfernt worden.