EventsVeranstaltungenPodcasts
Loader

Finden Sie uns

WERBUNG

Assange "depressiv und verzweifelt": 1. Besuch der Familie seit Monaten

Stella Morris, Lebensgefährtin von Julian Assange,in Genf
Stella Morris, Lebensgefährtin von Julian Assange,in Genf Copyright FABRICE COFFRINI/AFP
Copyright FABRICE COFFRINI/AFP
Von Kirsten Ripper mit AFP
Diesen Artikel teilenKommentare
Diesen Artikel teilenClose Button

Stella Morris, die Partnerin von Julian Assange und Mutter der beiden kleinen Söhne, meint, es sei "grotesk", dass er im Gefängnis bleiben müsse.

WERBUNG

An diesem Samstag hat Stella Morris (38), die Lebensgefährtin von Julian Assange, zusammen mit den beiden kleinen Söhnen den 49-Jährigen im Hochsicherheitsgefängnis in Belmarsh bei London besucht.

Wie der Evening Standard berichtet, war es der erste Besuch der Familie seit acht Monaten.

Die Anwältin Stella Morris erklärte, es sei "intolerabel und grotesk", dass Julian Assange weiterhin im Hochsicherheitsgefängnis festgehalten werde.

Vor wenigen Tagen hatte Stella Morris in Genf auf die Lage von Julian Assange aufmerksam gemacht, als dort eine Statue aufgestellt wurde.

Die Auslieferung an die USA hatte ein Gericht in London im Januar abgelehnt. Richterin Vanessa Baraitser hatte geurteilt, dass Assange wegen Selbstmordgefahr nicht ausgeliefert werden sollte.

Aber der WIkiLeaks-Gründer wird nicht freigelassen, weil die US-Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt hat. Die britische Justiz geht davon aus, dass Assange fliehen könnte.

Sieben Jahre lang hatte Julian Assange in der Botschaft von Ecuador in London gelebt - dort besuchte ihn seine Lebensgefährtin Stella Morris, später auch mit den Söhnen Gabriel und Max, die inzwischen vier und zwei Jahre alt sind. 2019 wurde Assange verhaftet.

In den USA ist Julian Assange wegen der Veröffentlichung geheimer Dokument und wegen Spionage angeklagt. Dem Australier drohen 175 Jahre Haft, weil er über WikiLeaks ab 2010 geheime Militärdokumente und Videos von den Militäreinsätzen im Irak und in Afghanistan veröffentlicht hatte.

Die Whistleblowerin Chelsea Manning (33) - zuvor als Bradley Manning bei der US-Armee - hatte die geheimen Dokumente an WikiLeaks weitergegeben. Sie wurde dafür verurteilt und saß vier Jahre lang im Gefängnis, bevor der damalige US-Präsident Barack Obama ihr die weiteren Jahre erließ.

Weitere Quellen • Evening Standard

Diesen Artikel teilenKommentare

Zum selben Thema

Wikileaks-Gründer Assange bleibt weiter in Großbritannien in Haft

Aufatmen für Julian Assange (49) - Britisches Gericht hat entschieden

Ai Weiwei protestiert gegen Auslieferung von Assange