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Neuer Ansturm auf Melilla: Migranten hangeln mit Haken über Grenzzaun

Die Migranten feierten ihren Grenzübertritt wesentlich ausgelassener, als auf diesem Foto zu sehen
Die Migranten feierten ihren Grenzübertritt wesentlich ausgelassener, als auf diesem Foto zu sehen Copyright AP
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Von Euronews mit AP
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238 Migranten aus Afrika haben in der Exklave Melilla die marokkanisch-spanische Grenze überklettert. Bei der Aktion wurden auf spanischer Seite zwei Grenzschützer verletzt. Droht jetzt eine neue diplomatische Krise?

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Erneut haben hunderte Migranten die Grenzanlagen zwischen Marokko und der spanischen Mittelmeerexklave Melilla überwunden.

Die spanische Regierungsvertretung in der Stadt erklärte, 238 Menschen hätten mit Hilfe von Haken die Grenzzäune erklommen. Zwei von drei spanischen Grenzschützern, die die Menschenmenge stoppen wollten, seien leicht verletzt worden.

Die 238 aus Afrika stammenden Menschen seien in eine Erstaufnahmeeinrichtung gebracht worden. Dort müssten sie sich zunächst einer Corona-Quarantäne unterziehen. Anschließend wird entschieden, ob sie zurückkehren müssen oder die Kriterien für einen Aufenthalt in Spanien erfüllen. 

Die spanischen Mittelmeerexklaven Ceuta und Melilla haben auf einer Länge von zwölf Kilometern Grenzanlagen, deren Überwindung das Ziel von zahlreichen in Marokko lebenden Migranten ist, die sich eine bessere Zukunft in der EU vorstellen.

Melilla: Auch diplomatischer Krisenherd

Der letzte Massenansturm geschah vor gut zwei Monaten ebenfalls in Melilla. Er führte zu einer schweren diplomatischen Krise zwischen Marokko und Spanien. Damals schafften es innerhalb von 36 Stunden über 8000 Migranten , teilweise über das Meer nach Melilla zu gelangen. Auf marokkanischer Seite hatten offenbar Lockerungen der Grenzkontrollen das Chaos begünstigt.´

Die spanische Regierung reagierte mit einem Militäreinsatz und Massenrückführungen nach Marokko. Die diplomatischen Wellen legten sich erst nach mehreren Wochen.

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