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Krise in Tunesien: UN rufen zu Gewaltverzicht auf

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Von Euronews mit AP, dpa
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Krise in Tunesien: UN rufen zu Gewaltverzicht auf
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International wächst die Besorgnis über die politische Situation in Tunesien, nachdem Präsident Kais Saied das Parlament suspendiert und Premierminister Hichem Mechichi entlassen hat.

Das Land erlebte eine Reihe von gewalttätigen Anti-Regierungs-Protesten. Truppen umstellten am Sonntag das tunesische Parlament und hinderten den Parlamentspräsidenten am Betreten des Gebäudes.

Die Vereinten Nationen äußerten sich besorgt. Farhan Haq, der stellvertretende Sprecher des UN-Generalsekretärs, sagte: "Wir verfolgen die Situation in Tunesien seit der gestrigen Ankündigung von Präsident Saied sehr genau. Wir rufen alle Beteiligten auf, Zurückhaltung zu üben, auf Gewalt zu verzichten und dafür zu sorgen, dass die Situation ruhig bleibt. Alle Streitigkeiten und Unstimmigkeiten sollten durch Dialog gelöst werden."

Die Vereinigten Staaten haben sich ebenfalls alarmiert über die Entlassung der Regierung durch den tunesischen Präsidenten geäußert und die nordafrikanische Nation - wo der Arabische Frühling seinen Anfang nahm - dazu aufgerufen, ruhig zu bleiben.

Auch Weißes Haus besorgt

Jen Psaki ist Pressesprecherin des Weißen Hauses: "Wir sind besorgt über die Entwicklungen in Tunesien, die kommen, während die tunesischen Behörden versuchen, ihre Wirtschaft zu stabilisieren, einem Wiederaufleben der Covid-19-Pandemie entgegenzutreten und den Lebensstandard für alle Tunesier zu verbessern. Wir sind auf hoher Ebene sowohl vom Weißen Haus als auch vom Außenministerium mit der tunesischen Führung in Kontakt, um mehr über die Situation zu erfahren, zur Ruhe zu mahnen und die tunesischen Bemühungen zu unterstützen, im Einklang mit demokratischen Prinzipien voranzukommen."

Tunesien hat in den letzten 10 Jahren darum gekämpft, seine Wirtschaft zu stabilisieren und politische Stabilität zu erreichen.

Die aktuellen Proteste entzündeten sich auch weil Teile der Bevölkerung den Umgang der Regierung mit der Coronavirus-Krise kritisieren.