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"Nicht akzeptabel" - Zypernkonflikt schwelt nach Athener Krisentreffen weiter

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Von Georgios Aivaliotis  & Euronews mit dpa
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Ein Grenzposten auf der geteilten Mittelmeerinsel
Ein Grenzposten auf der geteilten Mittelmeerinsel   -   Copyright  AP Photo/Petros Karadjias
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Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis und der Präsident der Republik Zypern, Nikos Anastasiadis, haben in Athen auf die Eskalation des Zypernkonflikts reagiert.

Sie begrüßten die Androhung von Sanktionen der Europäischen Union gegen die Türkei. Hintergrund ist die Ankündigung Ankaras, Teile der Geisterstadt Varosha an der Küste Nordzyperns entgegen einer entsprechenden Vereinbarung mit den Vereinten Nationen wieder zu besiedeln.

Mitsotakis sagte: "Die Republik Zypern ist ein Mitgliedstaat der Europäischen Union und wird von ihrer legitimen Regierung vertreten. Die Europäische Union wird das separatistische Gebilde niemals als Mitglied akzeptieren, während die Türkei und die türkisch-zypriotische Führung auf ihren Spaltungsplänen beharren."

EU-Politik: Zypern zu Veto bereit

Nicos Anastasiadis wollte im euronews-Interview erneut nicht ausschließen, dass Zypern gegen die positive EU-Türkei-Agenda ein Veto einlegen wird.

Auch der Präsident verurteilte das türkische Erschließungsvorhaben für die Stadt Varosha und wies ein weiteres Mal Pläne zurück, die auf eine Zwei-Staaten-Lösung für die Mittelmeerinsel abzielen.

Ferner sagte Anastasiadis: "Solche illegalen Aktionen (wie in Varosha; d.Red.) erleben wir nicht nur gegen Zypern und Griechenland in der Ägäis gerichtet, sondern auch in Libyen. Wir hatten dasselbe in Syrien, Irak und Bergkarabach. Es ist ein Verhalten, das den Rahmen der Vereinten Nationen und das Völkerrecht im Allgemeinen missbraucht. All das wird sich irgendwann niederschlagen."

In Bezug auf Varosha begrüßten Anastasiadis und Mitsotakis, dass der UN-Sicherheitsrat das aktuelle Vorgehen der Türkei im Zypernkonflikt in der vergangenen Woche verurteilte.

Türkische Pläne "nicht akzeptabel"

Auch der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell stufte "die türkischen Pläne zur weiteren Erschließung der abgesperrten Stadt Varosha als einseitig und nicht akzeptabel" ein. Er verlangte die umgehende Rücknahme aller seit Oktober vergangenen Jahres getroffenen Maßnahmen für Varosha.

Die türkische Regierung behauptet, dass die internationale Gemeinschaft Opfer von Propaganda und Fehlinformationen geworden sei, für die Athen und Nikosia die Schuld tragen.