Die Bloggerin Ingvild Sætre verbrachte neun Stunden täglich online. Dann fasste sie einen radikalen Entschluss.
Statt neun nur noch zwei Stunden Smartphone täglich. Die Norwegerin Ingvild Sætre hat die Zeit, die sie online verbringt, seit einem Jahr deutlich eingeschränkt. Damit reagierte die Bloggerin auf ihre digitale Sucht.
Sætre sagt, "i__ch habe festgestellt, dass sich meine Persönlichkeit verändert hat, als ich begann, mich mehr mit mir selbst und nicht nur mit meinem Handy zu beschäftigen."
Social Media hatte immer mehr Platz in ihrem Leben eingenommen. Die Bloggerin fühlte sich fremdgesteuert.
"Ich war damals sehr beschäftigt, meine Likes auf Instagram zu zählen", erinnert sie sich. "Ich musste immer checken, wieviele Leute meinen Blog besucht hatten und ob meine Arbeit gut genug war. Es war wie eine Jagd, immer dieser Druck."
Das Consulting-Unternehmen Deloitte fand heraus, dass Menschen in Norwegen im weltweiten Vergleich die meiste Zeit online sind. Das mache der Studie zufolge die Hälfte von ihnen unzufrieden. Wer zu Hause Stress und einen niedrigen sozio-ökonomischen Status hat, laufe nach Meinung der Experten von Deloitte stärker Gefahr, abhängig zu werden. Ihre digitale Abhängigkeit hat die Bloggerin überwunden. Sie begann, zu meditieren, zu lesen und zu malen.
Ein Hobby, dem sie sich seit ihrer Kindheit nicht mehr gewidmet hatte.