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Digital Detox: Meditieren und Malen statt Likes zählen

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Von Andrea Büring mit EBU
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Digitale Sucht: Wenn bis auf das Smartphone alles andere unwichtig wird.
Digitale Sucht: Wenn bis auf das Smartphone alles andere unwichtig wird.   -   Copyright  OLIVIER DOULIERY/AFP or licensors
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Statt neun nur noch zwei Stunden Smartphone täglich. Die Norwegerin Ingvild Sætre hat die Zeit, die sie online verbringt, seit einem Jahr deutlich eingeschränkt. Damit reagierte die Bloggerin auf ihre digitale Sucht.

Sætre sagt, "i__ch habe festgestellt, dass sich meine Persönlichkeit verändert hat, als ich begann, mich mehr mit mir selbst und nicht nur mit meinem Handy zu beschäftigen."

Social Media hatte immer mehr Platz in ihrem Leben eingenommen. Die Bloggerin fühlte sich fremdgesteuert.

"Ich war damals sehr beschäftigt, meine Likes auf Instagram zu zählen", erinnert sie sich. "Ich musste immer checken, wieviele Leute meinen Blog besucht hatten und ob meine Arbeit gut genug war. Es war wie eine Jagd, immer dieser Druck."

EVN
Ingvild greift zum Pinsel statt zum HandyEVN

Das Consulting-Unternehmen Deloitte fand heraus, dass Menschen in Norwegen im weltweiten Vergleich die meiste Zeit online sind. Das mache der Studie zufolge die Hälfte von ihnen unzufrieden. Wer zu Hause Stress und einen niedrigen sozio-ökonomischen Status hat, laufe nach Meinung der Experten von Deloitte stärker Gefahr, abhängig zu werden. Ihre digitale Abhängigkeit hat die Bloggerin überwunden. Sie begann, zu meditieren, zu lesen und zu malen.

Ich habe gemerkt, dass ich bei anderen Dingen ganz natürlich besser wurde und mich auch so fühlte. Es wächst in dir wie ein Baum.
Ingvild Sætre
Bloggerin

Ein Hobby, dem sie sich seit ihrer Kindheit nicht mehr gewidmet hatte.