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Wegen der extremen Inflation: Venezuela streicht 6 Nullen

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Von Euronews mit AP/ DPA
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Wegen der extremen Inflation: Venezuela streicht 6 Nullen
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Venezuela wird ab 1. Oktober bei seiner Währung sechs Nullen streichen. So will das wirtschaftlich am Boden liegende Land die galoppierende Inflation von mehr als 2600 Prozent in den vergangenen zwölf Monaten bremsen.

Eine Maßnahme, von der viele Venezolaner schon jetzt wissen, was sie davon halten. Ein Busfahrer hält Geldscheine in die Höhe: "Schauen Sie, was daraus geworden ist. Niemand will die venezolanische Währung, nur die Bank. Mit dem Bolivar werden nur noch die öffentlichen Verkehrsmittel bezahlt, der Rest ist Fremdwährung. Nur das funktioniert."

Am Wert der Währung ändere das nichts, sagt die venezolanische Zentralbank, alle Preise würden einfach durch eine Million geteilt. Ab Oktober gelte gleichzeitig die neue digitale Währung, der "Digitale Bolivar".

14 Nullen weniger in dreizehn Jahren

Dies ist die dritte Streichung dieser Art innerhalb von dreizehn Jahren. 2008 entfernte der damalige Präsident Hugo Chavez drei Nullen und nannte es den "Bolivar Fuerte". 2018 strich Nicolás Maduro weitere fünf und schuf den "Bolivar Soberano".

14 Nullen weniger in dreizehn Jahren, Fernando Salazar ist gerade 22 Jahre - und macht sich keine Illusionen mehr. "Ich habe alle Umstellungen seit der Regierung von Chávez miterlebt und ich weiß, dass dies zu Preiserhöhungen führen wird, die Preise und Löhne werden sicherlich in die Höhe schießen, und das wird für einige Unternehmen ein Problem sein. Das ist nichts Neues, es ist einfach eine Tarnung für die schwere Wirtschaftskrise."

IWF erwartet 2021 Inflationsrate von 5.500 %

Das einst reiche Venezuela steckt in einer tiefen Talsohle. Für dieses Jahr rechnet der Internationale Währungsfonds mit einer Inflationsrate von 5.500 Prozent und einem Rückgang der Wirtschaftskraft um 10 Prozent. Angesichts der Misere haben rund 5,6 Millionen Venezolaner bereits ihre Heimat verlassen.