Samsung-Firmenerbe kommt vorzeitig aus dem Gefängnis frei

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Von euronews mit dpa
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Lee Jae Yong musste in Haft, weil er laut Gerichtsurteil der früheren Präsidentin Geld angeboten hat. Jetzt wurde er vorzeitig begnadigt.

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Der Erbe des Samsung-Firmenimperiums, Lee Jae Yong, darf vorzeitig das Gefängnis verlassen. Der 53-jährige Vize-Vorsitzende des Smartphone-Marktführers Samsung Electronics war vor sieben Monaten wegen Korruption verurteilt worden. Seine Freiheitsstrafe von zweieinhalb Jahren wird damit um fast ein Jahr verkürzt.

Justizminister Park Beom Kye sagte, die Entscheidung, Lee vorzeitig auf Bewährung zu entlassen, sei unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Situation des Landes getroffen worden.

Lee war verurteilt worden, weil er laut Gerichtsurteil der früheren Präsidentin Park Geun Hye Geld für politische Unterstützung angeboten hat. Lee ist der Sohn des im Oktober gestorbenen früheren Konzernchefs Lee Kun Hee.

Hintergrund des Verfahrens gegen Lee war die Korruptionsaffäre um die frühere Präsidentin Park Geun Hye, die im März 2017 aus dem höchsten Staatsamt entfernt wurde. Im selben Jahr war Lee bereits wegen Bestechung, Untreue und Meineids zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Ein Jahr später hatte ein Gericht die Haft zu einer Bewährungsstrafe abgemildert, und Lee wurde wieder auf freien Fuß gesetzt.

In einem wieder aufgelegten Prozess wurde Lee im Januar dieses Jahres erneut verurteilt. Die bereits abgesessene Zeit wurde dabei angerechnet. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er der früheren Präsidentin und einer ihrer Vertrauten Geld angeboten habe, um politische Unterstützung für den Machttransfer innerhalb des Konzerns zu bekommen. Lee ist der Sohn des im Oktober gestorbenen früheren Konzernchefs Lee Kun Hee.

Gegen Lee laufen derzeit zwei weitere Verfahren. So muss er sich wegen des Vorwurfs der Aktienkursmanipulation vor Gericht verantworten. Auch wird ihm die illegale Einnahme eines Beruhigungsmittels vorgeworfen. Lee bestreitet die Vorwürfe.

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