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Wie schlimm wird die 4. Welle? 9.280 Neuinfektionen in Deutschland

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Von Euronews
Angela Merkel im BIoNTech-Werk in Marburg
Angela Merkel im BIoNTech-Werk in Marburg   -   Copyright  Arne Dedert/(c) dpa/POOL
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Nach Angaben des Robert Koch-Instituts hat in Deutschland die vierte Welle der Corona-Pandemie begonnen. Der Anteil der positiven Proben unter den PCR-Tests sei in einer Woche bis Mitte August von vier auf sechs Prozent gestiegen, schreibt das RKI im Wochenbericht.

An diesem Freitag meldet das RKI 9.280 Neuinfektionen in 24 Stunden. Die 7-Tage-Inzidenz liegt jetzt bei 48,8.

In vielen EU-Staaten wie Frankreich und Griechenland liegt die Inzidenz über 200.

Von Infektionen betroffen sind vor allem Jüngere. In den Altersgruppen der 10- bis 49-Jährigen steigt die Inzidenz seit Anfang Juli. "Damit zeigt sich nun deutlich der Beginn der vierten Welle, die insbesondere durch Infektionen innerhalb der jungen erwachsenen Bevölkerung an Fahrt aufnimmt", heißt es in dem Bericht.

Ein Teil der Infizierten hat sich im Urlaub im Ausland mit SARS-CoV-2 infiziert, zum Beispiel auf dem Balkan, in der Türkei oder in Spanien.

Es wurde erwartet, dass das Robert Koch-Institut und das Auswärtige Amt an diesem Freitag die Liste der Hochrisikogebiete aktualisieren. So wurde mit der Einstufung von Kreta und der Ionischen Inseln als Hochrisikogebiete gerechnet.

Die Kanzlerin Angela Merkel hatte am Donnerstag das BioNTech-Werk im hessischen Marburg geimpft. Expertinnen und Experten gehen davon aus, dass die vierte Welle der Pandemie weniger dramatisch ausfallen wird, weil die Risikogruppen geimpft sind. BioNTech/Pfizer hat in den USA die Zulassung für die dritte Dosis der sogenannten Booster- oder Auffrisch-Impfungen beantragt. Diese sollen im Kampf gegen die Delta-Variante im September beginnen.

Auch Geimpfte im Krankenhaus

Allerdings ist in Deutschland ein Teil der Covid-19 Patientinnen und -Patienten in Krankenhäusern vollständig geimpft. "Aktuell haben wir in Nordrhein-Westfalen 12 bis 13 Prozent der Covid-Patienten in den Kliniken mit Impfschutz. Diese Quote dürfte auch der bundesweiten Quote entsprechen", sagte der Kölner Intensivmediziner Christian Karagiannidis von der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) der Funke Mediengruppe. Er spricht sich für Auffrisch-Impfungen für Risikogruppen aus: "Wichtig ist es deshalb, dass jetzt insbesondere den Patienten, die ein gedämpftes Immunsystem haben, eine dritte Impfdosis als Booster angeboten wird",

Die Impfung bietet keinen 100-prozentigen Schutz, schützt aber in den allemeisten Fällen vor einem schweren Verlauf von Covid-19.