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Verweiflung pur: Afghanische Eltern geben ihre Babys ab

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Von Euronews  mit AP, dpa, Twitter
Ein US-Marine am Hamid-Karzai-Flughafen kümmert sich um ein afghanisches Baby
Ein US-Marine am Hamid-Karzai-Flughafen kümmert sich um ein afghanisches Baby   -   Copyright  Sgt. Isaiah Campbell/AP

Ein US-Marine in voller Kampfmontur blickt mitten zwischen Waffen und Munition lächelnd auf ein  Neugeborenes, das er im Arm hält. Fotos wie dieses hat das US-Verteidigungsministerium getwittert -  Soldatinnen und Soldaten, die sich auf dem Gelände des Hamid-Karzai-Flughafen in Kabul um schutzbedürftige Säuglinge und Kinder kümmern, mit ihnen spielen, ihnen kleine Wasserflaschen reichen. 

Draußen, vor dem Flughafen, spielen sich schreckliche Szenen ab. Die Menschen wollen aus dem Land fliehen, wissen aber nicht, ob sie es auf das Flughafengelände schaffen werden. In ihrer Verzweiflung trennen sich Eltern von ihren Babys und reichen sie über die Mauer und Stacheldraht den Soldatinnen und Soldaten entgegen. 

"Wie sicher kann eine Mutter sein? Sie trennt ein so kleines Leben von sich, wohl wissend, dass das Kind außerhalb des Scharia-Gesetzes ein besseres Leben haben wird", schreibt Twitter-User Ishfaq Mailk. Das Baby sei jetzt in Tadschikistan.

Auch das Foto eines Babys im Arm eines norwegischen Soldaten an Bord eines Evakuierungsflugs aus Afghanistan hat in den sozialen Medien für Erschütterung gesorgt. Das Bild, das eine Korrespondentin des US-Senders CBS News am Samstag auf Twitter teilte, zeigt den in eine helle Decke eingewickelten Säugling auf dem Schoß eines Soldaten in voller Uniform. 

Dem Norweger Terje Watterdal zufolge, der nach eigenen Angaben an Bord desselben Fliegers war, sollen etliche Kinder an Bord des Fluges ins georgische Tiflis gewesen sein. Auch er selbst habe zeitweise einen kleinen Jungen in den Armen gehabt, erzählte Watterdal dem Sender NRK. 

Die CBS-Journalistin schrieb auf Twitter ebenfalls von "einer großen Zahl an Kindern, von Babies bis hin zu Teenagern, die alleine reisten". 

Etliche Twitter-Nutzerinnen und -Nutzer zeigten sich erschüttert über die Szene und sprachen den Eltern des Kindes ihr Mitgefühl aus.