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Josephine Baker - erste schwarze Frau im Pariser Panthéon

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Von Euronews mit dpa
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Josephine Baker - erste schwarze Frau im Pariser Panthéon
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Josephine Baker wird als erste schwarze Frau in das Pariser Panthéon aufgenommen. Damit wird der 1975 verstorbenen US-amerikanisch-französischen Künstlerin posthum die höchste Ehre Frankreichs zuteil. Im Pariser Panthéon sind die grö´ßten Persönlichkeiten der Nation wie Marie Curie, Victor Hugo, Émile Zola, Voltaire oder Rousseau beigesetzt.

Die sterblichen Überreste von Josephine Baker sollen am 30. November in das Panthéon überführt werden. Die Zeitung "Le Parisien" berichtete, dass der französische Präsident Emmanuel Macron beschlossen habe, an diesem Tag eine Zeremonie an dem Pariser Denkmal zu veranstalten.

Ehrung für ihre Rolle in der Résistance

1906 in Missouri in den USA geboren ging Baker schon in jungen Jahren nach Paris und wurde zur bestbezahlten Künstlerin am Pariser Varieté. Die Tänzerin und Sängerin stand für den Hot Jazz und wurde besonders für ihre wilde Art zu tanzen bekannt.

1937 heiratete sie einen Industriellen jüdischer Herkunft und erhielt die französische Staatsbürgerschaft. Sie ließ sich scheiden und heiratete danach noch zweimal. Baker adoptierte 12 Kinder.

Während des Zweiten Weltkriegs war Josephine Baker zunächst beim Roten Kreuz, dann ging sie in den französischen Widerstand, die Résistance. Sie war Geheimagentin und gab Informationen weiter -eine Zeit, die sich auch in ihren Liedern wiederfindet.

Für ihre Rolle in der Résistance bekam sie unter anderem der Orden der französischen Ehrenlegion. Später kämpfte sie auch an der Seite von Martin Luther King gegen Rassismus.

Nach ihrem Tod 1975 wurde Baker in Monaco beigesetzt. 38.000 Menschen hatten sich an einer Unterschriftenaktion beteiligt, die eine Umbettung von Josephine Baker unterstützt hat.