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Noch mehr Lava und Asche - Probleme für Flüge auch auf Teneriffa

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Von Euronews mit AP / EFE / AFP
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Mann bebobachtet Aschewolke
Mann bebobachtet Aschewolke   -   Copyright  Daniel Roca/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved.
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Glühend heiße Lava strömt weiter aus dem Vulkan Cumbre Vieija und sorgt für neue Zerstörung auf der Kanareninsel La Palma.

Nach Angaben des Copernicus Notfalldienstes wurden auf La Palma bis Samstag insgesamt 1.186 Gebäude zerstört und 497 Hektar Land mit Lava bedeckt.

Nach dem Einsturz der Nordflanke des Vulkankegels am Samstag hat sich ein neuer Lavastrom gebildet, der entlang des Bergrückens in Richtung Westküste bis zum Meer fließ - und auf seinem Weg alles unter sich begräbt.

Der Vulkan schleuderte eine Aschewolke bis in eine Höhe von dreieinhalb Kilometern. Immer wieder erschüttern auch kleine bis mittlere Erdbeben den Süden der Insel, das heftigste Beben hatte eine Stärke von 4,1.

Der Flughafen von La Palma war zwischenzeitlich geöffnet, wurde dann aber wieder geschlossen. Wegen der Aschewolke gibt es inzwischen auch Probleme für Flüge auf der Nachbarinsel Teneriffa.

Industriegebiet in Gefahr

Da die betroffene Region schon zuvor evakuiert wurde, musste niemand zusätzlich in Sicherheit gebracht werden. Dafür wurden Landwirtschaft und Infrastruktur stark in Mitleidenschaft gezogen.

Die Behörden sind besonders besorgt über den Lavastrom, der sich einem Industriegebiet nähert, in dem sich zahlreiche Lagerhäuser und Geschäfte befinden, erklärte Miguel Ángel Morcuende, technischer Direktor des Kanarischen Vulkan-Notfallplans (Pevolca), gegenüber der Presse.

Experten warnen auch davor, dass der 32 Hektar große Überhang, der durch die erstarrte Lava in Kontakt mit dem Wasser entstanden ist, einstürzen könnte, da er den Rand des Küstenplateaus der Insel erreicht hat.

Das Küstenplateau ist der Bereich, der sich von der Küstenlinie bis zu einer Tiefe von etwa 180 Metern erstreckt und leicht abfällt, bevor der Meeresboden in größere Tiefen abfällt.

Die Polizei erlaubte evakuierten Bewohnern der Gemeinde El Paso am Samstag kurzfristig in ihre Häuser zurückzukehren. Das spanische Fernsehen zeigte Bilder von Lastwagen, die die Sperrzone voll beladen verließen.