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Düstere Prognose: So schlimm wird Covid-19 im Winter in Europa

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Von Euronews  mit dpa, AP, AFP
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Düstere Prognose: So schlimm wird Covid-19 im Winter in Europa
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Angesichts der dramatisch steigenden Zahl an Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland und Österreich warnt die Weltgesundheitsorganisation vor vielen weiteren Todesfällen durch Covid-19 in Europa. Das Robert Koch-Institut verzeichnete an diesem Donnerstag fast 34.000 neue Fälle, die österreichischen Gesundheitsbehörden meldeten mehr als 8.500 Ansteckungen in 24 Stunden.

Auf der an diesem Donnerstag veröffentlichten Karte der europäischen Gesundheitsbehörde ECDC in Stockholm ist ganz Deutschland rot eingefärbt. Einige Regionen in Ostdeutschland, Österreich, das gesamte Baltikum und große Teile Osteuropas sind gar dunkelrot.

Beunruhigend ist die Situation der Intensivstationen vieler deutscher Krankenhäuser, die schon jetzt überlastet sind - bevor der Winter richtig begonnen hat.

Die WHO warnt Europa vor einer halben Million Toten bis Februar 2022

WHO-Regionaldirektor Hans Kluge zeichnet ein düsteres Bild: "Einer zuverlässigen Prognose zufolge könnte es - wenn wir so weitermachen - bis zum 1. Februar kommenden Jahres in Europa und Zentralasien eine weitere halbe Million Covid-19-Tote geben."

Tatsächliche Zahlen in Polen viel höher?

Osteuropa ist derzeit besonders betroffen. Die chaotische Situation in Rumänien, einem Land mitten in der Regierungskrise, dauert jetzt schon seit Anfang September an - und es ist keine Verbesserung der Corona-Lage in Sicht. Verzweifelte Menschen lassen ihre erkrankten Angehörigen in vor den Krankenhäusern geparkten Autos mit Sauerstoff versorgen, weil auf den Intensivstationen keine Betten frei sind.

In Polen hat der Vize-Gesundheitsminister eingestanden, dass die tatsächlichen Corona-Zahlen bis zu fünf Mal über den offiziellen liegen könnten.

Trotz viele Covid-19-Toter keine Verlängerung des Lockdown in Moskau

In Russland waren zuletzt mehr als 1.100 Menschen täglich an Covid-19 gestorben. Doch der Teil-Lockdown in Moskau wird nicht über den 7. November hinaus verlängert.

Anti-Covid-Pille Molnuvirapir in Großbritannien zugelassen

Die britischen Gesundheitsbehörden haben der Anti-Covid-Pille Molnupiravir des US-Pharmakonzerns eine Notfallzulassung erteilt.

Das Medikament kann bei Erwachsenen mit hohem Risiko nach einer Infektion eingesetzt werden, um einer schweren Erkrankung vorzubeugen. Wann genau das Präparat verügbar sein wird, steht allerdings noch nicht fest.