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AIBA-Box-WM: Kuba räumt ab

Von euronews
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Andy Cruz Gomez (links im Bild) ist neuer Weltmeister im Halbweltergewicht
Andy Cruz Gomez (links im Bild) ist neuer Weltmeister im Halbweltergewicht   -   Copyright  Darko Vojinovic/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved.

Die kubanische Boxstaffel hat bei der AIBA-Weltmeisterschaft in Belgrad kräftig abgeräumt. Drei WM-Titel und zweimal Silber lautete das starke Ergebnis der Boxnation, folgerichtig wurde Kuba als die beste Mannschaft der WM ausgezeichnet.

Je zwei Weltmeister stellen Japan, Kasachstan und die Vereinigten Staaten, je ein Titel ging an Kämpfer aus Aserbaidschan, Frankreich, Russland und aus der Ukraine.

Andy Cruz Gomez als bester WM-Boxer ausgezeichnet

Der kubanische Halbweltergewichtler Andy Cruz Gomez wurde in Belgrad schon zum dritten Mal Weltmeister. Und es gab zusätzlich eine Auszeichnung: Cruz Gomez wurde als bester Boxer der WM geehrt.

In der Gewichtsklasse bis 48 Kilogramm wurde Temirtas Tschussupow aus Kasachstan Weltmeister, der Japaner Tomoya Tsuboi gewann Gold im Bantamgewicht, Sofiane Oumiha aus Frankreich wurde Leichtgewichtsweltmeister, Sewon Okazawa aus Japan stand im Weltergewicht ganz oben. Im Mittelgewicht triumphierte Yoenlis Hernandez Martinez aus Kuba. Neuer Titelträger im Cruisergewicht ist Loren Alfonso Dominguez, der gebürtige Kubaner boxt für Aserbaidschan. Im Superschwergewicht gewann der Russe Mark Petrovski den Titel.

Am zweiten Finaltag gab es weitere Goldmedaillen: Und zwar im Fliegengewicht für Saken Bibossinov aus Kasachsten, der US-Amerikaner Jahmal Harvey gewann im Federgewicht, Andy Cruz Gomez ist wie erwähnt Weltmeister im Halbwelter, Juri Zachariejew aus der Ukraine gewann den Titel im Halbmittelgewicht, Robby Gonzales aus den USA im Halbschwergewicht und der Kubaner Julio La Cruz im Schwergewicht.

„Das Preisgeld ist nicht nur mein Geld. Ich werde das mit meiner Familie teilen. Ich werde es bedacht und für gute Dinge ausgeben", so La Cruz. Er habe nicht den Eindruck, etwas Besonderes zu sein. Er achte alle und fühle sich geachtet, sagte der jetzt fünfmalige Weltmeister.

Insgesamt 25 Länder gewannen in Belgrad Edelmetall - zum ersten Mal gab es Medaillen für die Boxstaffeln aus Albanien, Belgien, Iran, Schottland, Serbien sowie Trinidad und Tobago.

Dreifacher Lohn für die Weltmeister

Die Weltmeister erhielten dreifachen Lohn: Preisgeld, eine Goldmedaille und den WM-Gürtel. Für den Weltverband AIBA bedeutete die Veranstaltung in Belgrad einen Neuanfang in Folge grundlegender Reformen und unter einer neuen Führung. Die AIBA will weitere Änderungen umsetzen, unter anderem soll es neue Wettbewerbe und ein verbessertes Wertungssystem geben.

„Das Wichtigste ist, dass die AIBA einer der ehrlichsten, transparentesten und offensten Sportverbände wird", betonte der AIBA-Vorsitzende Umar Kremlew.

Sein Verband hat unter anderem unabhängige Fachleute ins Boot geholt, um in Sachen Führung, Wettbewerb und Finanzen gut gerüstet zu sein. Belgrad hat Flagge und Staffelstab an Taschkent übergeben. In der Hauptstadt Usbekistans findet 2023 die nächste AIBA-WM statt.