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Todesfahrt von Waukesha: Motiv des Fahrers (39) unklar

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Von Euronews  mit dpa, AP
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Mahnwache für die Opfer des tödlichen Zwischenfalls
Mahnwache für die Opfer des tödlichen Zwischenfalls   -   Copyright  Jeffrey Phelps/AP

Tausende Menschen haben in Waukesha im US-Bundesstaat Wisconsin an einer Mahnwache für die Opfer des tödlichen Zwischenfalls am Sonntag teilgenommen.

Ein Autofahrer war während einer Weihnachtsparade mit einem Geländewagen in eine Menschenmenge gerast. Dabei starben mindestens fünf Menschen, 48 wurden verletzt, darunter viele Kinder. Die Todesopfer waren im Alter zwischen 52 und 81 Jahren. 

In ein Kinderkrankenhaus im nahen Milwaukee sind insgesamt 18 Kinder im Alter von 3 bis 16 Jahren eingeliefert worden. Die Todesfahrt von Waukesha gilt als einer der größten Massenunfälle mit Kindern in der jüngeren Geschichte des Bundesstaates Wisconsin.

Fahrer hatte zuvor Freundin angegriffen und war auf Kaution frei

Noch ist unklar, weshalb der mutmaßliche Täter Darrell Brooks mit voller Geschwindeigkeit in die Parade fuhr. Der 39-Jähre soll erst wenige Tage zuvor wegen eines tätlichen Angriffs auf seine Freundin festgenommen worden sein und gegen 1.000 US-Dollar - etwa 890 Euro - Kaution wieder freigelassen worden. 

Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund gebe es nach Polizeiangaben.

Die "New York Times" berichtete, er sei im Laufe der Jahre mehrfach angeklagt worden, mindestens zweimal in Haft und jahrelang auf Bewährung frei gewesen. Auch die örtliche Zeitung "Milwaukee Journal Sentinel" berichtete über frühere Anklagen. 

In zahlreichen, zunächst nicht zu verifizierenden Videoclips, die sich in sozialen Medien verbreiteten, waren chaotische und verstörende Szenen zu sehen: Aus diversen Perspektiven wurde in verschiedenen Momentaufnahmen ein Geländewagen gefilmt, der erst an Teilnehmern der Parade vorbeirast, an anderer Stelle diverse Menschen in dem Straßenzug rammt und überfährt und schließlich Straßenabsperrungen durchbricht und davonjagt. 

Auf den Videoaufnahmen sind schreiende und rennende Menschen zu sehen. In einer Szene rast der Wagen nur knapp an einem auf der Straße tanzenden Kind vorbei.