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Prügel beim Wahlkampfauftakt: rechter Kandidat Zemmour kommt mit Blessur davon

Prügel beim Wahlkampfauftakt: rechter Kandidat Zemmour kommt mit Blessur davon
Copyright AP Photo
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Von Anelise Borgeseuronews
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Angeblich wurde auch er leicht verletzt, so hieß es aus seinem Umfeld: Beim Wahlkampfauftakt des rechten Politikers Éric Zemmour ist es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen gekommen. Den Kandidaten hielt das nicht davon ab, seinen Unterstützern einzuheizen und gegen Gegener und Medien zu wettern.

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Gefeiert wie ein Rockstar, zumindest von seinen eigenen Anhängern: Der Präsidentschaftskandidat der extremen Rechten in Frankreich, Éric Zemmour, hat seinen ersten Wahlkampfauftritt in Paris absolviert. Dabei versprach er nicht weniger als einen "Neuanfang für ein neues Frankreich", inklusive Angriff auf Regierung und französische Medien. Im Publikum kam es zu Handgreiflichkeiten, der Kandidat selbst wurde nach Angaben eines Mitarbeiters leicht am Handgelenk verletzt.

Es sollte wohl der triumphale Auftakt seines Wahlkampfes werden, doch dann zeigten einige seiner Anhänger ihre Gewaltbereitschaft. Während der Veranstaltung vor Publikum am Stadtrand von Paris sind Medienberichten zufolge Unterstützer des rechtsgerichteten Publizisten Éric Zemmour auf linke Aktivisten losgegangen. Diese hatten demnach im Saal gegen den Kandiaten protestiert. Auf Videoaufnahmen ist zu sehen, wie Stühle durch den Saal fliegen. Französische Medien berichteten, der 63-Jährige sei auf dem Weg zur Bühne von einem Gegner am Handgelenk gepackt und leicht verletzt worden. 

"Man hat sich an meine Fersen geheftet"

Zemmour setzte seinen Wahlkampf wie geplant mit einer Rede fort - und nahm dabei direkten Bezug auf seine Gegner:

"Wenn sie mich hassen, dann ist das so, weil sie Euch hassen. Wenn sie mich verachten, dann weil sie Euch verachten. Wenn es gegen mich geht, gibt es keine Tabus. Man hat sich an meine Fersen geheftet. Meine politischen Widersacher wollen meinen politischen Tod, die Journalisten meinen gesellschaftlichen Tod und die Dschihadisten wollen mich wirklich tot sehen."

Der Fernsehjournalist und jetzige Präsidentschaftskandidat gilt seinen Kritikern als rassistisch, sexistisch und anti-semitisch. Nach eigener Aussage sieht er sich als einziger Kandidat, der im Stande sei, Frankreich "zu retten". 

"Ich liebe ihn"

Stimmen aus dem Publikum am Sonntag, so von Student Leo Riviere-Prost:

"Ich denke, dass es wichtig ist, zu Traditionen und überlieferten Werten zurückzukehren. Diese müssen wir wertschätzen. Wir brauchen drastischere Entscheidungen."

Der Kandidat der extremen Rechten ein Sexist? Eine seiner Unterstürzerinnen lässt sich von den Vorwürfen offenbar nicht beeindrucken:

"Also, ich liebe ihn. Ich liebe ihn. Frankreich tappt im Dunkeln und er ist der einzige, der Ideen hat, um das Land in den Griff zu bekommen. Und die westliche Welt. Denn die verliert ihre eigene Identität, ihre Kultur. Frankreich rennt sonst gegen die Wand."

Anelise Borges war für euronews vor Ort:

"Es ist unklar, ob Zemmour seinen Kreis an Unterstützern wird vergrößern und schließlich die zweite Runde der Präsidentschaftswahlen erreichen können. Doch allein seine Präsenz im Rennen um das Amt ist der Beweis, dass Frankreich nach rechts gerückt ist. Seine erster Wahlkampfauftritt nun hat den Ton vorgegeben für den Wahlkampf 2022."

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