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8,7 Millionen Euro erwirtschaftet: Polnischer Grenzschutz hebt Schlepperbande aus

Der polnisch-belarussische Genzübergang Grodno im Dezember 2021
Der polnisch-belarussische Genzübergang Grodno im Dezember 2021 Copyright Pavel Golovkin/AP
Copyright Pavel Golovkin/AP
Von Euronews mit PLTVP
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Die mutmaßliche Schlepperbande hatte Mitglieder aus mehreren Ländern. Sie operierte im polnisch-belarussischen Genzgebiet. Für die Passage auf EU-Gebiet wurden offenbar 3000 Euro pro Person berechnet.

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Der polnische Grenzschutz hat mehrere mutmaßliche Menschenschmuggler festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, Menschen aus dem belarussisch-polnischen Grenzgebiet nach Polen geschleust zu haben. Pro Person sollen dafür 3 000 Euro geflossen sein.

In der Regel sei Polen nur eine Durchgangsstation, sagte Anna Michalska, Sprecherin des polnischen Grenzschutzes: "In den meisten Fällen wollen die Menschen, die die Grenze überqueren, nicht in Polen bleiben, 90 Prozent von ihnen wollen in andere Länder gehen, meist in westeuropäische Länder. "

Hinter dem Menschenschmuggel vermutet der Grenzschutz organisierte Kriminalität. Die Festgenommenen stammten unter anderem aus Polen, Tunesien, Georgien, der Ukraine und Syrien.

8,7 Millionen Euro Einnahmen

Artur Szykula von der Staatsanwaltschaft im südpolnischen Zabosc, sagte, sie hätten Millionensummen erwirtschaftet: "Die Personen, die in der Gruppe die Funktion von Geldeintreibern ausübten, verteilten einen beträchtlichen Betrag für die kriminellen Aktivitäten der Gruppe - 8,7 Millionen Euro. Allein die Kuriere erhielten einen Betrag von über 4,3 Millionen Euro."

Rückgang illegaler Migration nach Litauen

Seit mehreren Monaten versuchen überwiegend aus Krisenregionen in Nahost stammende Menschen, illegal über Belarus in die Europäische Union zu gelangen. Litauen hat den deshalb verhängten Ausnahmezustand am 15. Januar auslaufen lassen. Dort wurden laut einer vorläufigen Bilanz seit August 2021 8 100 Menschen vom Grenzübertritt abgehalten, die Tendenz sei "deutlich fallend". Nach Erkenntnissen der litauischen Regierung halten sich derzeit etwa 1 000 bis 2 000 Menschen in Belarus auf, die in die EU wollen.

Die EU wirft dem belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko vor, die Menschen gezielt mit der Perspektive einer Einreise in die EU anzulocken und Schlepperbanden gewähren zu lassen. Belarus wirft der EU vor, die Geflüchteten nicht einreisen zu lassen.

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