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Medien: Taliban verhaften Aktivistin und drei Schwestern

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Von su  mit AP
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 Medien: Taliban verhaften Aktivistin und drei Schwestern
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Taliban haben nach Medienberichten („AP“) eine Wohnung in Kabul, Afghanistan, gestürmt - die Tür eingeschlagen und eine Frauenrechtsaktivistin und ihre drei Schwestern verhaftet, so ein Augenzeuge (am Donnerstag). Eine Erklärung der Taliban soll sich auf den Vorfall und einen kürzlichen Frauenprotest beziehen: Die Beleidigung afghanischer Werte werde nicht länger toleriert.

Die Aktivistin Tamana Zaryabi Paryani hatte demnach mit etwa 25 anderen Frauen am Sonntag gegen die islamische Kopftuchpflicht ("Hidschab") für Frauen protestiert. Eine Person aus der Nachbarschaft, Zeuge der Verhaftung, sagte, dass etwa 10 bewaffnete Männer, die angaben, vom Geheimdienst der Taliban zu sein, an der Razzia am Mittwochabend beteiligt waren.

Paryani gehört einer Bürgerrechtsgruppe namens „Seekers of Justice“ an, die mehrere Demonstrationen in Kabul organisiert hat, auch am vergangenen Sonntag. Die Mitglieder der Gruppe haben nicht öffentlich über ihre Verhaftung gesprochen, aber das Video von Paryani geteilt.

Seit die Taliban Mitte August an die Macht gekommen sind, wurden sie weitreichende Beschränkungen verhängt, von denen sich viele gegen Frauen richten. Frauen wurden von vielen Jobs außerhalb des Gesundheits- und Bildungsbereichs ausgeschlossen, ihr Zugang zu Bildung wurde über die sechste Klasse hinaus eingeschränkt und das Kopftuch (Hidschab) wurde Pflicht. In den 1990er Jahren hatten sie den Afghaninnen die vollständige Verschleierung des Körpers per Burka angeordnet.

su mit AP