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Schweinemast in Europa: Ferkel immer weniger wert, Futter immer teurer

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Von euronews
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Mastschweine in einem Betrieb im deutschen Harheim
Mastschweine in einem Betrieb im deutschen Harheim   -   Copyright  Michael Probst/ The Associated Press.

Die Schweinemast in Dänemark und in anderen europäischen Ländern durchschreitet magere Zeiten. Seit dem Beginn der Coronavirus-Pandemie ist der Fleischpreis um 65 Prozent gesunken, während Futtermittel immer teurer werden.

„Wir machen stürmische Zeiten durch, und das ist seit dem Herbst so", sagt Kristoffer Serup Hald, ein Schweinemäster aus Nordost-Jütland. „Mit einem solchen Ferkel verlieren wir 100 Kronen.“

Einflussfaktor Inflation

Es ist ein EU-weites Problem, wie der Jahresvergleich zeigt: Für Ferkel wird rund 10 Prozent weniger Geld bezahlt, mit bereits geschlachteten Schweinen wurde in der dritten Januar-Woche 1,2 Prozent mehr Gewinn erzielt als im Vorjahreszeitraum. Nach Angaben der Europäischen Union lag die jährliche Inflation im Euroraum im letzten Monat 2021 bei 5 Prozent und damit so hoch wie noch nie seit der Einführung der Gemeinschaftswährung.

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„Obwohl es schwierig ist, glaube ich, dass es das Sinnvollste wäre, auf das Eingreifen zu verzichten, das andere Länder vorschlagen", meint hingegen Rasmus Prehn, der dänische Minister für Lebensmittel, Landwirtschaft und Fischfang.

Dass die Schweinepreise in Europa gefallen sind, liegt unter anderem an den geringeren Mengen, die China mittlerweile abnimmt. Auch die Schweinepest, die im vergangenen Jahr unter anderem in Deutschland erstmals auch bei Nutztieren festgestellt wurde, sorgt für Einbußen.