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Gepanschtes Kokain: Festnahmen und Proteste in Argentinien

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Von Euronews  mit dpa
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Gepanschtes Kokain: Festnahmen und Proteste in Argentinien
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Nach den Festnahmen mutmaßlicher Drogenhändler haben Angehörige vor dem Eingang zum Armenviertel Puerta 8 protestiert. Mittlerweile starben 24 Menschen an dem gepanschten Kokain, das hier vertrieben wurde.

Lucia Galloso ist verzweifelt, ihre Enkelin Priscilla wurde unter Verdacht des Drogenhandels festgenommen: "Warum nehmen sie nicht die wirklich Schuldigen fest? Warum ein unschuldiges Mädchen, das nichts mit Drogen zu tun hat. Wie sollen wir bloß für einen Anwalt zahlen. Wir haben nicht einmal genug zu essen. Was für einen Anwalt können wir uns denn schon leisten."

In dem Armenviertel 40 Kilometer vom Zentrum der Hauptstadt Buenos Aires entfernt kämpfen lokale Clans um Einflusszonen im Drogenhandel. Mehr als 20 Menschen werden nach wie vor nach dem Konsum des gepanschten Kokains im Krankenhaus behandelt. 

Staatsanwältin Mónica Cuñarro sagt: "Wir sehen leider, wie diese Clans immer mehr Macht an sich reißen und wie diese Drogenbanden ihren Machtbereich immer weiter ausdehnen. Was wir jetzt hier gesehen haben, das wird sich sehr schnell auch anderswo in Argentinien abspielen."

Cuñarro fordert eine Reform der Justiz. Sie beklagt, dass auch jetzt wieder kleine Drogenverkäufer und Späher festgenommen wurden, und dass man nicht versuche, an die Drahtzieher heranzukommen.