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Schlangen vor Kliniken in Buenos Aires: 20 Tote durch Kokain mit Rattengift

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Von Euronews mit dpa, AP
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Schlangen vor Kliniken in Buenos Aires: 20 Tote durch Kokain mit Rattengift
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Die Behörden in der Provinz Buenos Aires haben nach einer Todeswelle durch gepanschtes Kokain einen epidemiologischen Alarm ausgelöst. Konsumenten wurden ermahnt, in jüngster Vergangenheit erworbenes Kokain aus Sicherheitsgründen zu vernichten.

Fast hundert Menschen wurden innerhalb kurzer Zeit mit Vergiftungserscheinungen in Kliniken eingeliefert. Für mindestens 20 von ihnen kam jede Hilfe zu spät.

Maria Morales ist die Schwägerin eines Vergiftungsopfers. Sie sagte vor einer Klinik in Buenos Aires: "Nach dem was wir wissen und was uns gesagt wurde, haben sie mit Rattengift gestrecktes Kokain konsumiert."

Argentinischen Medien zufolge könnte es sich um eine Abrechnung unter Drogenbanden im berüchtigten "Puerta 8"-Viertel des Hauptstadt-Vorortes Tres de Febrero handeln. In Zusammenhang mit den Vergiftungen fanden dort bereits Razzien statt. Es gab rund ein Dutzend Festnahmen.

Kokain oder Fentanyl?

Aufschluss über die genaue Herkunft und Art des Giftes erhofft sich die Polizei von der Obduktion der Opfer. Auf den Schwarzmarkt kam es jedenfalls in "Puerta ocho". Ein Ermittler erläuterte vor Ort, das Kokain sei in doppelt versiegelten Tütchen verkauft worden.

Bei den Razzien wurden rund 15.000 Verkaufseinheiten einer kokainähnlichen Substanz sichergestellt. Nicht ausgeschlossen wird, dass die Opfer statt Kokain das Opiat Fentanyl konsumiert haben. Es ist ein Haupttreiber der seit Jahren schwelenden Opiat-Krise in den USA, deutlich stärker als Heroin und kann bereits in geringen Mengen tödlich sein.