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Militär-Crashkurs für Freiwillige: Ukraine bereitet sich auf den Ernstfall vor

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Von Euronews  mit AP
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Militär-Crashkurs für Freiwillige: Ukraine bereitet sich auf den Ernstfall vor
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Die Ukraine bereitet sich angesichts einer möglichen russischen Invasion auf den Ernstfall vor - selbst Zivilisten machen mit. Ukrainische Sicherheitskräfte haben am Wochenende in mehreren Städten einen militärischen Crashkurs für Freiwillige angeboten.

Basiswissen für den Kampf: wie hält man eine Waffe, wie leistet man erste Hilfe? Auf den Videos von den Übungen sind junge Menschen und eine blonde Frau mit Zopf an Langwaffen aus Holz zu sehen.

"Ich habe Angst um mich selbst und um meine Familie. Ich möchte lernen, mich zu verteidigen und die Ukraine zu verteidigen. Ich möchte sicher sein und keine Angst vor den Besatzern haben", sagt Iwan, einer der Freiwilligen in Kiew.

In Estland, 100 Kilometer von der russischen Grenze entfernt, führen die NATO-Truppen eine Übung unter extremen Winterbedingungen durch. An dem seit langem geplanten jährlichen Manöver nehmen 1.300 britische, französische und estnische Soldaten teil.

US-Elitetruppen sind am Sonntag im Südosten Polens nahe der Grenze zur Ukraine eingetroffen. US-Präsident Joe Biden hatte in den vergangenen Tagen die Entsendung zusätzlicher Truppen nach Polen, Rumänien und Deutschland angeordnet, um die Verbündeten an der NATO-Ostflanke zu unterstützen.

Die Luftlande-Infanterietruppen der 82. Luftlandedivision trafen auf dem Flughafen Rzeszow-Jasionka ein. Ihr Kommandeur ist Generalmajor Christopher Donahue, der am 30. August als letzter amerikanischer Soldat Afghanistan verlassen hat.

Russland führt ebenfalls Manöver durch, wie das russische Verteidigungsministerium mitteilt und schürt damit die Befürchtung des Westens einer möglichen Invasion.

Das Ministerium veröffentlichte Aufnahmen von Streitkräften des westlichen Militärbezirks, die in der Region Leningrad an der Grenze zu Finnland und Estland Übungen durchführen. Am Samstag schickte Russland zwei atomwaffenfähige Langstreckenbomber auf Patrouille über Weißrussland, das im Norden an die Ukraine grenzt.

Russland hat auf der anderen Seite mehr als 100.000 Soldaten in der Nähe der ukrainischen Grenze zusammengezogen. Pläne eines Angriff auf sein Nachbarland dementiert Moskau. Russland fordert von der NATO, die Ukraine nicht in das Militärbündnis aufzunehmen und die Stationierung der Allianz in Osteuropa zurückzufahren.