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US-Tech Milliardär Peter Thiel verlässt Verwaltungsrat von Meta

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Von Euronews  mit dpa
Der milliardenschwere Tech-Investor Peter Thiel bei der Republican National Convention in Cleveland,  19.07.2016
Der milliardenschwere Tech-Investor Peter Thiel bei der Republican National Convention in Cleveland, 19.07.2016   -   Copyright  Carolyn Kaster/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved.

Bekanntheit erlangte der deutsch-stämmige Tech-Milliardär Peter Thiel hierzulande durch seine Unterstützung des früheren US-Präsidenten Donald Trump. Nun zieht sich Thiel aus dem Verwaltungsrat von Meta, dem Unternehmen, zu dem neben Facebook und Instagram auch der Messenger-Dienst Whatsapp gehört, zurück. 

In US-Medien heißt es, dass sich der Milliardär stärker in der Politik engagieren - und den Wahlkampf der Republikaner unterstützen will. 

Thiel glaubte zeitig an den Erfolg des Sozialen Netzwerks Facebook und gehört zu seinen ersten Investoren. Seit 2005 sitzt er im Verwaltungsrat der Firma. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg bedankte sich bei dem Unternehmer und dessen Unterstützung, als "viele andere es nicht taten". Einen Grund für das Ausscheiden Thiels nannte er nicht. Im Wall Street Journal hieß es, dass Thiel den Verwaltungsrat von Meta verlasse, um nicht in Kontroversen rund um die im Herbst anstehenden Kongresswahlen hineingezogen zu werden.

Bei den Kongresswahlen im Herbst steht die Mehrheit der Demokraten im Repräsentantenhaus und im Senat auf dem Spiel. Thiel will bei den Wahlen zwei republikanische Kandidaten in Ohio und Arizona unterstützen.

Sein Vermögen machte der in Frankfurt geborene Unternehmer an der Seite von Elon Musk, als Mitbegründer des Bezahldienstes Paypal. Sein Vermögen wird nach Angaben des Wirtschaftsmagazins "Forbes" auf 2,3 Milliarden Euro geschätzt.

Für Schlagzeilen sorgte ein Medienbericht, wonach Thiels Investitionsfirma "Founders Fund" unter den Geldgebern eines Unternehmens ist, das zeitweise den Chatdienst WhatsApp hacken konnte. WhatsApp - als Teil von Meta - geht derzeit gerichtlich gegen ähnliche Eingriffe des israelischen Überwachungssoftware-Spezialisten NSO vor.

Ende 2021 war bekannt geworden, dass der frühere österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz in Thiels Kapitalbeteiligungsgesellschaft "Thiel Capital" einsteigen will. Thiel und Kurz kennen sich seit mehreren Jahren. Kurz war im Dezember nach Korruptionsvorwürfen und dem Skandal um manipulierte, mit Steuergeldern bezahlte Umfragen von allen politischen Ämtern zurückgetreten.