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Nach Abzug aus Mali: Frankreich will Anti-Terror-Kampf in der Sahelzone fortsetzen

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Von Euronews  mit dpa, AFP
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Soldat der "Barkhane"-Mission in Mali, 17.02.2022
Soldat der "Barkhane"-Mission in Mali, 17.02.2022   -   Copyright  Jerome Delay/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved.

Frankreich hat angekündigt, seinen Kampf gegen Dschihadisten in der Sahelzone fortzusetzen, trotz der Ankündigung seine Militäroperationen "Barkhane" und "Takuba" in Mali zu beenden und die Truppen bis zum Sommer abzuziehen.

Die Entscheidung hatte Frankreich getroffen, nachdem es zu Unstimmigkeiten mit der malischen Übergangsregierung gekommen war, die die geplanten Wahlen auf 2025 verschoben hat und bis dahin weiter regieren will. So habe die Militärregierung in Bamako bisher keine glaubhaften Signale gesendet, zügig zur Demokratie zurückkehren zu wollen.

Aus Bamako heißt es, dass die französischen Militäreinsätze ohnehin nicht dazu beigetragen hätten, das Terroristenproblem in den Griff zu bekommen: "Es kann schon sein, dass sie sich sorgen. Aber Mali ist nicht allein, und Mali wird nicht allein bleiben. Frankreich uns verlassen, die europäischen Länder können gehen, aber ich rechne nicht damit. Lassen wir der Zeit ihren Lauf, es wird sich zeigen, was passiert", erklärte Oberst Souleymane Dembéle, Direktor für Information und Öffentlichkeitsarbeit der Streitkräfte (DIRPA).

Beobachter glauben, dass sich das malische Militär nach dem Abzug der Franzosen noch stärker auf die russische Söldnergruppe Wagner stützen wird, die im Land agiert und seit langem wegen Menschenrechtsverletzungen und Diebstahls natürlicher Ressourcen kritisiert wird.

Die französischen Truppen werden in Nachbarländer wie Niger verlegt, wo sie ihren Einsatz gegen islamistische Gruppen fortsetzen sollen.

Auch die Bundeswehr agiert in Mali, allerdings nicht als Teil der französischen Missionen. Deutschland stellt mehr als 1000 Soldaten für den UN-Stabilisierungseinsatz "Minusma" und rund 300 Blauhelme für die EU-Ausbildungsmission EUTM.