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3 Jahre Haft wegen Kauf einer Pokemon-Karte - mit Corona-Hilfen

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Von Euronews
Pokemon-Karten - Symbolbild
Pokemon-Karten - Symbolbild   -   Copyright  Manuel Balce Ceneta/AP

Die Staatsanwaltschaft von Georgia in den USA macht die ziemlich unglaubliche Geschichte publik. 

Ein 31 Jahre alter Mann aus Laurens County ist zu 36 Monaten Haft verurteilt worden, weil er von Corona-Hilfsgeldern eine seltene Pokémon-Karte im Wert von 57.789 US-Dollar (etwa 53.000 Euro) gekauft hatte.

Der Mann hatte während der Corona-Pandemie 2020 fälschlicherweise angegeben, er habe im Vorjahr in seinem Unterhaltungsunternehmen mehrere Personen beschäftigt und 230.000 Dollar verdient. Daraufhin erhielt er 85.000 Dollar an Hilfsgeldern, von denen er das meiste Geld in die Pokémon-Karte "Charizard" investierte.

"Der Kongress hat Mittel bereitgestellt, um kleine Unternehmen zu unterstützen, die mit den Herausforderungen einer globalen Pandemie zu kämpfen haben", sagte US-Staatsanwalt Estes laut offizieller Mitteilung. "Betrüger wie O. haben diese Programme ausgenutzt, um sich in die eigene Tasche zu wirtschaften - gemeinsam mit unseren Strafverfolgungspartnern werden wir ihn und andere für ihre Gier zur Rechenschaft ziehen."

Zusätzlich zu den drei Jahren Gefängnis wurde der US-Amerikaner zur Rückzahlung der 85.000 Dollar und zu 10.000 Dollar Bußgeld verurteilt. In diesem Verfahren gibt es keine Bewährung. Doch offenbar kann die wertvolle Pokémon-Karte eingesetzt werden.

Die Justizbehörde ruft auch alle, die Informationen über mutmaßliche Betrugsversuche im Zusammenhang mit COVID-19 haben, diese über die Hotline des National Center for Disaster Fraud (NCDF) des Justizministeriums oder im Internet zu melden.

"Charizard" wird übrigens auf Deutsch "Glurak" genannt und ist ein Drache, der zusammen mit Detektiv Pokémon auf den Verpackungen zahlreicher Spiele zu sehen ist.