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Putins Geliebte in der Schweiz: Petition fordert Ausweisung von Alina Kabajewa

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Von Euronews  mit AFP, Chang.org,, SRF
Putins mutmaßliche Alina Kabajewa (auch: Kabaeva) - ARCHIV
Putins mutmaßliche Alina Kabajewa (auch: Kabaeva) - ARCHIV   -   Copyright  GIUSEPPE CACACE/AFP

Mehr als 60.000 Menschen haben inzwischen die Online-Petition auf der Platform chang.org unterschrieben, in der die Schweiz aufgefordert wird, die mutmaßliche Geliebte von Wladimir Putin nach Hause zu schicken. 

Die Initiative ist von Russen, Belarussen und Ukrainern gestartet worden - wie es in der Petition heißt.

Der Aufruf enthält sehr drastische Formulierungen. So wird die ehemalige Hochleistungssportlerin und Olympiamedaillen-Gewinnerin Alina Kabajewa (38) mit der Hitler-Geliebten Eva Braun verglichen und als "Komplizin" bezeichnet, der die Schweiz kein Auftenhaltsrecht gewähren solle.

Die vermeintliche Mutter mehrerer Kinder von Wladimir Putin (69) soll sich seit dem Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine im Tessin aufhalten. In dem Appell werden auch die politischen Aktivitäten der ehemaligen rhythmischen Sportgymnastin als Argumente gegen Kabajewa angeführt.

Weiter richtet sich der Appell an die Adresse der Schweizer Regierung: "Wir bitten Sie die Tatsache der Einbürgerung bzw. des Erhalts der Staatsbürgerschaft ihres Landes seitens Frau Kabajeva mit voller Aufmerksamkeit zu begutachten und die Notwendigkeit der Sank­ti­o­nie­rung dieser Person als Menschen, der an der Spitze eines Mediaholdings der russischen propagandistischen Massenmedien steht, zu prüfen. Und eine Entscheidung über die Zulässigkeit eines weiteren Aufenthalts dieser Person innerhalb ihrer Grenzen zu treffen. Auch bitten wir darum, die „Sauberkeit“ der finanziellen Mittel zu prüfen, mithilfe derer Immobilien in der Schweiz erworben wurden, die jetzt von dieser Person benutzt werden."

Sogar das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartment (EJPD) ermittelt inzwischen offiziell in Sachen Alina Kabajewa. In einer Mitteilung an den SRF schreibt die Behörde: "Das EJPD hat keinen Hinweis auf die Präsenz dieser Person in der Schweiz. Man hat die entsprechenden Abklärungen getroffen."

Das ist nicht nur ihre Privatsache. Ich glaube, es geht die Schweiz etwas an, ob sich die Geliebte von Putin bei uns aufhält.
Mark Pieth
Schweizer Experte für Wirtschaftsstrafrecht

 Mark Pieth, Experte für Wirtschaftsstrafrecht, fürchtet einen Reputationsschaden für die Schweiz. Der Jurist sagt: "Ich glaube, die Schweizer Behörden haben Recht, wenn sie der Frage nachgehen. Das ist nicht nur ihre Privatsache. Ich glaube, es geht die Schweiz etwas an, ob sich die Geliebte von Putin bei uns aufhält."