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Vom Mahner zum Lockerer: Ab Mai fast alle Maßnahmen nur noch freiwillig

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Von Verena Schad
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Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach   -   Copyright  Michael Kappeler/(c) Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Ohne Maske zum Einkaufen und ohne Test ins Restaurant - in weiten Teilen Deutschlands sind trotz hoher Inzidenzen viele Corona-Schutzmaßnahmen weggefallen. Und nicht nur das - Deutschland lockert weiter: Wer sich mit dem Coronavirus infiziert hat, muss sich ab dem 1. Mai nur noch freiwillig isolieren.

Isolation und Quarantäne ließen sich von den Gesundheitsämtern kaum noch kontrollieren, so Grundheitsminister Karl Lauterbach. Die Arbeit sei fast nur bürokratische Dokumentation. Ab Mai solle ein Verfahren greifen, das im Großen und Ganzen auf Freiwilligkeit beruhe.

Ausgenommen sind Beschäftigte im medizinischen Bereich, sie müssen sich im Fall einer Infektion weiterhin in Selbstisolation begeben und können sich nach fünf Tagen freitesten.

Kritiker halten Lauterbach vor, er sei im Amt binnen weniger Monate vom Mahner zum Lockerer geworden. Er wollte die allgemeine Maskenpflicht beibehalten, konnte sich aber gegen Koalitionspartner FDP nicht durchsetzen. Lediglich eine Möglichkeit für regionale Hotspot-Regelungen konnte er erreichen.

Epidemiologisch wäre das Festhalten an der Maskenpflicht richtig gewesen, hatte Lauterbach gesagt. Viele seiner Kollegen pflichteten ihm bei und kündigten an, in Innenräumen weiterhin Mund und Nase bedecken zu wollen. 

Rechtlich ließen sich die Einschränkungen der Geimpften nicht mehr mit dem Schutz der Ungeimpften rechtfertigen. Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) führte auch an, dass eine nationale Überlastung des Gesundheitssystems nicht mehr zu befürchten sei.

Vielen scheint die Umstellung noch nicht geheuer zu sein, 41 Prozent der Deutschen wollen einer Umfrage zufolge trotzdem weiterhin eine Maske tragen.

 Mit den Lockerungen bei den Quarantäneregeln sollen auch massenhafte Personalausfälle bei hohen Infektionszahlen vermieden werden. Sie gehen auf einen Vorschlag des Bundesgesundheitsministeriums und des Robert Koch-Instituts (RKI) zurück.

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