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Großangriff auf Mariupol steht bevor - Sorge um möglichen Giftgasangriff

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Von Euronews  mit AP/AFP/DPA
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Feuerwehrmann auf den Trümmern eines von russischen Angriffen getrofenenen Gebäudes in Charkiw (11. April 2022)
Feuerwehrmann auf den Trümmern eines von russischen Angriffen getrofenenen Gebäudes in Charkiw (11. April 2022)   -   Copyright  AP Photo/Felipe Dana

In Mariupol bereiten sich Einheiten der ukrainischen Streitkräfte auf die "letzte Schlacht" um die von russischen Truppen belagerte strategisch wichtige Hafenstadt vor.

Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sind seit Beginn der Offensive dort mehr als 10.000 Zivilisten getötet worden. Er warnte zudem vor einem russischen Einsatz von Chemiewaffen. Zuvor hatte es Berichte über einen möglichen Giftgasangriff gegeben, die aber bislang nicht offiziell bestätigt wurde.

Ein Sprecher der russischen Besatzer habe mit dem Einsatz chemischer Waffen gegen die Verteidiger von Mariupol gedroht, sagte Selenskyj. Man nehme diese Drohung sehr ernst.

Ein möglicher Chemiewaffenangriff sollte für ausländische Staaten Anlass sein, noch härter und schneller auf die russische Aggression zu reagieren.

Nehammer: "Russische Offensive wird offensichtlich massiv vorbereitet"

Der österreichische Bundeskanzler Karl Nehammer hatte am Montag bei einem Treffen mit Wladimir Putin in Moskau versucht, persönlich auf den Kremlchef einzuwirken - allerdings ergebnislos. Er habe keinen optimistischen Eindruck, den er von diesem Gespräch mitbringen könne, so Nehammer. Die russische Offensive wird offensichtlich massiv vorbereitet.

Der polnische Ministerpräsident Mateusz Morawiecki äußerte sich kritisch zu Nehammers Vermittlungsversuch in Moskau. In diesem Stadium des Krieges, in dem Russland bereits Kriegsverbrechen begangen habe, sollte man nicht mit den Verbrechern reden - er habe seine Meinung zu diesem Thema nicht geändert.

Russland sammelt Verbände zum Angriff

Im Osten der Ukraine zeichnet sich nach Erkenntnissen westlicher Militärs eine russische Großoffensive mit Zehntausenden Soldaten und dem massiven Einsatz von Panzern, Artillerie und Luftwaffe ab.

Russland habe seine Truppen dort vergangene Woche von 30 000 auf 40 000 Mann aufgestockt, sagte ein Vertreter des US-Verteidigungsministeriums am Montag.

Satellitenbilder zeigten zudem einen kilometerlangen Konvoi mit Militärfahrzeugen, der sich in Richtung Donbass bewegt.