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Bürgermeister von Mariupol: „Die Stadt war, ist und bleibt ukrainisch“

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Von euronews
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Luftaufnahme des Stahlwerk Azovstal (Aufnahme vom 19. April 22)
Luftaufnahme des Stahlwerk Azovstal (Aufnahme vom 19. April 22)   -   Copyright  AFP PHOTO /MARIUPOL CITY COUNCIL

Große Teile von Mariupol gleichen einer Trümmerfläche. Die ukrainische Hafenstadt ist von wochenlangen Gefechten gezeichnet. Laut Kreml befindet sich Mariupol mittlerweile bis auf das Stahlwerk Azovstal in russischer Hand.

Trotz dieser Meldungen sagt Vadym Boyschenko, der Bürgermeister von Mariupol: „Die Stadt war, ist und bleibt ukrainisch. Unsere tapferen Krieger, unsere Helden verteidigen unsere Stadt so gut wie möglich. Es spielt also keine Role, welche Stellungnahmen in Russland abgegeben werden. Die Stadt ist und bleibt ukrainisch."

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Russische Einheiten rechnen mit Einnahme des Stahlwerks innerhalb weniger Tage

Der russische Präsident Wladimir Putin ordnete an, das Stahlwerk, in dem sich bis zu 2000 Menschen aufhalten sollen, abzuriegeln. Der Kreml rechnet damit, das Werk in wenigen Tagen einzunehmen. Putins Sprecher Dimitri Peskow sagte: „Der Einsatz verläuft weiterhin nach Plan. Mariupol, das zu einem Sammelbecken nationalistischer Verbände geworden ist, ist befreit worden. Es gab und gibt für ukrainische Einheiten die Möglichkeit, ihre Waffen niederzulegen und über eingerichtete Korridore herauszukommen."

Über solche seien zuletzt innerhalb eines Tages nur 80 Personen aus Mariupol gebracht worden, sagte der Bürgermeister der Hafenstadt. Der Kreml ließ verlauten, es sei jetzt möglich, die Ordnung in Mariupol wiederherzustellen und die Rückkehr der Bevölkerung nach Mariupol in die Wege zu leiten.