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Moskau verstärkt Offensive vor dem 9. Mai - Azovstal-Verteidiger sagen: "Keine Kapitulation"

Satellitenbild zeigt zersörtes Stahlwerk Azovstal in Mariupol (7. Mai 2022)
Satellitenbild zeigt zersörtes Stahlwerk Azovstal in Mariupol (7. Mai 2022) Copyright Planet Labs PBC/Planet Labs PBC
Copyright Planet Labs PBC/Planet Labs PBC
Von Euronews mit DPA/AP/AFP
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Im Osten der Ukraine starben beim Angriff auf eine Schule Dutzende Menschen, die strategisch wichtige Schlangeninsel wird hart umkämpft - und die letzten Azovstal-Verteidiger in Mariupol wollen nicht aufgegeben.

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Nach dem Luftangriff auf eine Schule im Gebiet von Luhansk in der Ostukraine befürchten die ukrainischen Behörden das Schlimmste. Von den 60 Menschen, die sich noch unter den Trümmern befinden sollen, hat aller Wahrscheinlichkeit nach niemand überlebt.

Nur sehr geringe Chance, dass jemand überlebt hat

"Weil es sich um einen Luftangriff und nicht um einfachen Artilleriebeschuss handelte, herrschte bei der Explosion eine extrem hohe Temperatur," so der Gouverneur der Region, Serhij Hajdaj. "Natürlich versuchen unsere Rettungskräfte, die Trümmer mit maximaler Geschwindigkeit zu beseitigen, es besteht nur eine sehr geringe Chance, dass jemand überlebt hat. Aber wir geben die Hoffnung nicht auf."

Schlangeninsel hart umkampft

Sowohl russische als auch ukrainische Berichte legen heftige Kämpfe um die strategisch wichtige, direkt vor dem Donaudelta im Gebiet Odessa gelegene Schlangeninsel nahe. Das ukrainische Militär veröffentlichte am Sonntag ein Video, das den Abschuss eines russischen Hubschraubers zeigen soll.

Die russische Armee ihrerseits gabt an, in der Nacht auf Sonntag gleich mehrere Flugzeuge und Hubschrauber über der Schlangeninsel abgeschossen zu haben. Auch eine ukrainische Korvette sei versenkt worden.

Bekant wurde die Schlangeninsel zu Beginn des Krieges, nachdem russische Streitkräfte den ukrainischen Stützpunkt dort eingenommen hatten. Der Funkspruch eines  Grezschützers an das russische Kriegsschiff Moskwa: "go f--k yourself" ging viral. Das Flaggschiff der russischen Schwarzmeerflotte sollter später nach ukrainischem Beschuss sinken.

"Kapitulation ist keine Option"

 Nach der Evakuierung der letzten Zivilisten aus dem belagerten Stahlwerk Azovstal in Mariupol setzten russische Kräfte ihre Angriffe auf die letzte Bastion des ukrainischen Widerstands in der weitgehend zerstörten Hafenstadt fort.

Für die letzten noch verbleibenden ukrainischen Kämpfer ist die Lage verzweifelt. Dennoch kündigten sie an, nicht aufgeben zu wollen. Kapitulation sei keine Option, sagte Illja Samojlenko, ein Offizier des Asow-Regiments. Er und die anderen Kämpfer würden Azovstal weiter gegen die russische Armee verteidigen, versicherte der Offizier. Und: "Wir brauchen die Unterstützung der ganzen Welt."

Beobachter gehen davon aus, dass Moskau das Werksgelände nun so schnell wie möglich einnehmen will, um zum russischen Tag des Sieges am 9. Mai die vollständige Eroberung Mariupols verkünden zu können.

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