Ukraine-Krieg Tag 98: Giftige Gase nach Russlands Angriffen auf Sjewjerodonezk

Rosa Wplke über Sjewjerodonezk im Osten der Ukraine
Rosa Wplke über Sjewjerodonezk im Osten der Ukraine Copyright @AldemiraVeiga
Von Euronews mit AFP, AP
Diesen Artikel teilenKommentare
Diesen Artikel teilenClose Button
Den Link zum Einbetten des Videos kopierenCopy to clipboardCopied

Die Behörden der Ukraine warnen die in Sjewjerodonezk verbliebenen Menschen nach dem russischen Angriff auf eine Chemieanlage in der Industriestadt im Donbas.

WERBUNG

Die russischen Truppen haben Sjewjerodonezk im Osten der Ukraine weitestgehend unter ihre Kontrolle gebracht, aber eingekesselt haben sie die Stadt nicht. Nach Angaben des Gouverneurs der Provinz Luhansk gehen die schweren Kämpfe in und um die wichtige Stadt weiter.

Die verbleibenden Menschen sollten nicht nach draußen gehen, weil offenbar ein Salpetersäuretank in einer Chemiefabrik durch einen russischen Luftangriff getroffen wurde. Die ukrainischen Behörden warnen vor giftigen Dämpfen. Fotos im Internet zeigen enorme eine rosa Wolke aus dem Industriekomplex aufsteigen.

Der Gouverneur der Region Serhij Gajdaj riet den Menschen, "in Sodalösung getränkte Gesichtsmasken bereitzuhalten", da diese helfen könnten, sich vor den giftigen Dämpfen zu schützen. 

Die Angriffe russichen Armee auf die Industriestadt seien wegen der Chemieanlagen "einfach verrückt«, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj.

Sjewjerodonezk ist für Russland zur Eroberung des Donbas strategisch wichtig.

Der Gouverneur von Donezk hat die Bewohnerinnen und Bewohner erneut aufgefordert, zu fliehen und "ihr Leben zu retten. Bei einem nächtlichen Raketenangriff wurden in der Stadt Sloviansk mindestens drei Menschen getötet und sechs weitere verletzt.

Wolodymyr Zelenskyy sagte in seiner nächtlichen Videobotschaft auch, dass die Streitkräfte des Landes in der Nähe von Cherson und in Teilen der Region Charkiw einige Erfolge erzielt hätten. Zum Sieg der Ukraine brauche es aber moderne Artillerie.

Die Biden-Regierung will zwar weiterhin keine Langstreckenraketen an die Ukraine liefern, die USA planen jetzt aber, moderne Mehrfachraketenwerfer mit einer Reichweite von etwa 80 Kilometern zu schicken.

Vom Hafen im von russischen Truppen besetzten Mariupol aus ist ein mit Metall beladenes Frachtschiff gen Russland ausgelaufen. Die Ukraine spricht von Plünderung und Diebstahl.

Diesen Artikel teilenKommentare

Zum selben Thema

Absurder Kriegsalltag: Raketenwerfer aus der Sowjetzeit gegen russische Soldaten

10 Tote, darunter 3 Kinder, nach russischem Angriff auf Odessa

Ukraine: Was langsame Waffenlieferungen an Kiew für Folgen hätten