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Schwierige Lage im Osten: Ukrainer sollen schnell Slowjansk verlassen

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Von Euronews  mit AP, dpa
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Zerstörung im Donbas
Zerstörung im Donbas   -   Copyright  Andrii Marienko/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved

Ukrainische Soldaten warten in dem noch von ihnen kontrollierten Gebiet im Donbas auf versprochene moderne Waffen aus dem Westen. Mit starker Artillerieunterstützung könnten sie den langsamen, aber sicheren Vormarsch der russischen Truppen aufhalten.

Die von Bundeskanzler Olaf Scholz am Mittwoch im Bundestag angekündigten schweren Waffen müssten nun  schnell geliefert werden, sagte der ukrainische Parlamentspräsident Ruslan Stefantschuk.

Am Freitag ist Tag 100 seit Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine. Aus dem Osten der Ukraine wurden weiter heftige Kämpfe gemeldet. Im Osten sei die Lage schwierig, sagte Selenskyj am Donnerstag per Video bei einer Sicherheitskonferenz in der slowakischen Hauptstadt Bratislava.

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg sagte erneut eine lange militärische Auseinandersetzung voraus. Russische Truppen halten nach Worten des ukrainischen Staatschefs Wolodymyr Selenskyj inzwischen ein Fünftel seines Landes besetzt.

Anhaltende Kämpfe um Sjewjerodonezk

Der Beschuss von Slowjansk wird immer stärker. Die Behörden haben die Bevölkerung aufgefordert, die Stadt so schnell wie möglich zu verlassen. Vor drei Monaten noch mehr als 100.000 Einwohner, gleicht sie jetzt einer Geisterstadt, ohne Strom. Sjewjerodonezk, etwa 85 km weiter östlich, ist inzwischen fast vollständig unter der Kontrolle der russischen Truppen. Rauchschwaden über der Stadt zeugen von heftigen Kämpfen.

Ein Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums in Moskau sagte, Raketen- und Artillerietruppen hätten 131 Kommandoposten getroffen. Außerdem habe man den Zustrom ausländischer "Söldner" gestoppt, die an der Seite der ukrainischen Armee kämpfen wollten.

Selenskyj spricht von bis zu 100 toten ukrainischen Soldaten am Tag

Die Ukraine hat eingeräumt, dass im Osten des Landes täglich bis zu 100 Menschen sterben und etwa 500 verwundet werden. In Äußerungen der vergangenen Tage hatte Selenskyj von 50 bis 100 getöteten Soldaten gesprochen. 

Im Interview mit NEWSMAX sprach Präsident Selenskyj über die extrem schwierige Lage der ukrainischen Streitkräfte im Osten des Landes und über die Verluste der ukrainischen Armee. Er sagte: "Die Situation ist sehr schwierig; wir verlieren täglich 60 bis 100 Soldaten, die fallen." 

Die ukrainische Armee hat nur kurz nach dem russischen Angriff vom 24. Februar Angaben zu eigenen Verlusten gemacht, seitdem aber nicht mehr. 

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