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EU-Parlamentspräsidentin Metsola fordert, Ukraine solle Kandidatenstatus erhalten

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Von Andrea Buring  mit dpa
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EU-Parlamentspräsidentin Metsola auf Demokratie-Gipfel in Kopenhagen
EU-Parlamentspräsidentin Metsola auf Demokratie-Gipfel in Kopenhagen   -   Copyright  Philip Davali/Philip Davali

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Europäische Union zu mehr Eile gedrängt, was einen möglichen EU-Beitritt betrifft. Auf dem Kopenhagener Demokratie-Gipfel bekam er dabei Unterstützung von der Präsidentin des Europäischen Parlamentes. Roberta Metsola warb dafür, der Ukraine den offiziellen Kandidatenstatus zu geben.

"Die Ukraine ist bereits Teil der europäischen Familie. Aber es ist höchste Zeit, dass das Land auch die Möglichkeit bekommt, unserem europäischen Projekt beizutreten", forderte Metsola. "Damit erkennen wir den Preis an, den die Ukraine gezwungen ist zu zahlen. Es geht darum, sowohl Europa als auch die Ukraine zu stärken. Lassen Sie es mich klar sagen: Das Europäische Parlament, dem ich mit Ehre und Verantwortungsgefühl vorstehe, steht hinter der Bitte der Ukraine, den EU-Kandidatenstatus zu erhalten."

Eine Aufnahme hatte Kiew kurz nach Beginn des russischen Angriffskriegs beantragt. Selenskyj sagte, "wir müssen diese für Russland so verlockende Grauzone abschaffen. Auf Worte müssen Taten folgen, wenn man die Ukraine zur europäischen Familie zählt. In den kommenden Wochen kann die Europäische Union einen historischen Schritt gehen, der beweisen wird, dass der Satz, die Ukraine gehöre zur europäischen Familie, keine leeren Worte sind."

Während der Flüchtlingsstrom in die EU nicht abreißt, will die EU-Kommission am Freitag eine Empfehlung abgeben. Ende Juni will sich ein EU-Gipfel des Themas annehmen. Alle EU-Staaten müssen dem Kandidatenstatus der Ukraine einstimmig zustimmen.