EventsVeranstaltungen
Loader

Find Us

FlipboardLinkedinInstagramTelegram
Apple storeGoogle Play store
WERBUNG

Das größte Stahlwerk der Ukraine: Kametstal produziert weiter

Kametstal-Werk
Kametstal-Werk Copyright AP Photo/Efrem Lukatsky, File
Copyright AP Photo/Efrem Lukatsky, File
Von Katharina Sturm
Diesen Artikel teilenKommentare
Diesen Artikel teilenClose Button
Den Link zum Einbetten des Videos kopierenCopy to clipboardCopied

Nachdem das Asowstal-Stahlwerk in Mariupol zerstört wurde, wird das Stahlwerk Kametstal damit zum größten Stahlwerk der Ukraine. Unter den 9.000 Beschäftigten stammen einige aus dem ehemaligen Asowstal-Werk.

WERBUNG

Obwohl das Stahlwerk Asowstal in Mariupol zerstört wurde, arbeitet die Metinvest-Gruppe in einem anderen, dreihundert Kilometer entfernten Werk weiter. Das Stahlwerk Kametstal wird damit zum größten Stahlwerk in der Ukraine. Die Ukraine ist einer der größten Stahlproduzenten der Welt.

Dmytro Lyppa ist der Leiter des Kametstal-Werks. Er erklärt, dass das Asowstal-Werk zu einem Symbol für die Ukraine geworden ist. Es sei ein Symbol des Kampges gegen den Feind, so Lyppa. Er sei stolz darauf, für die Metinvest Gruppe zu arbeiten, zu der auch das zerstörte Asowstal-Werk gehört hat. Anhand des Beispiels von Asowstal könne er an die Zukunft und an den Sieg glauben, sagte der Leiter des Werks.

Das Kametstal-Werk beschäftigt mehr als 9.000 Mensche – einige davon stammen aus dem Stahlkomplex Asowstal. Das Werk produziert trotz der angespannten Lage täglich mehrere Tonnen Stahl. Es war das am stärksten ausgelastete Unternehmen der Metinvest Gruppe und war Ende März noch bis zu etwa 80% ausgelastet. Das Werk rüstet trotz des Kriegs seine Anlagen weiter auf und verbessert seine Produktion.

Lyppa erklärt, dass daran gearbeitet würde, die Produktionskosten zu senken. Aber sie würden an Wettbewerbsfähigkeit verlieren. Von den drei Stahlöfen des Werkes sei nur noch einer in Betrieb, erklärt er. Dadurch verlieren sie eine Menge Geld.

Vor der Invasion wurde der in diesem Werk produzierte Stahl über das Schwarze Meer verschifft. Jetzt müssen neue Routen gefunden werden und das wirkt sich auf die Kosten aus.

Diesen Artikel teilenKommentare

Zum selben Thema

Idyllisch und schwer bewacht: Ukraine-Geberkonferenz beginnt im Tessin

Ukraine-Krieg: Was ist aus Asow-Kämpfern geworden, die Russland gefangen genommen hat?

Leichen getöteter Asowstal-Kämpfer werden nach Kiew geschickt