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Experiment Mülltrennung: Armenien kämpft gegen überquillende Deponien

Volle Mülldeponie in Eriwan, Armenien
Volle Mülldeponie in Eriwan, Armenien Copyright -Screenshot- AP
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Von Euronews mit AP
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Die ehemalige Sowjetrepublik Armenien führt das Experiment Mülltrennung durch, um etwas gegen überquillende Deponien zu tun.

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Gelb, blau, schwarz - verschiedenfarbige Behälter für unterschiedliche Abfälle. Was in vielen Ländern Europas schon lange Alltag ist, kommt jetzt auch in Armenien an. Die ehemalige Sowjetrepublik im Kaukasus führt ein Experiment zur getrennten Abfallsammlung durch. Denn es gibt ein Müllproblem, die Deponien der Hauptstadt Eriwan sind überfüllt.

"Der Gestank ist ekelhaft"

"Der Gestank ist ekelhaft", klagt Anwohnerin Anahit Avetyan. "Jeden Tag, am Abend, verbreitet sich ein schrecklicher Geruch. Ich kann nicht sagen, was der Grund dafür ist, dass es so viele Jahre nicht geräumt wurde." 

"Ich lebe hier seit den 1980er Jahren, es war schon immer so", so Lyusik Stepanyan, ebenfalls aus Eriwan. "Es stinkt, es gibt Moskitos, es gibt Hunde. Wir können nicht eine Stunde lang ruhig draußen auf der Straße sitzen, die Mücken stechen. Es gibt streunende Hunde auf der Mülldeponie, die uns stören."

Ein bescheidener Anfang

Das Versuch läuft seit 2020. Letztes Jahr konnten 660.000 Kilogramm Kunststoff-, Karton- und Glasabfälle gesammelt und recycelt werden - eine bescheidene Zahl im Vergleich zu den Hunderttausenden Tonnen Abfall, die jedes Jahr auf der Mülldeponie landen.

"320.000 Tonnen Abfall werden von Eriwan aus auf die Deponie gebracht. Vielleicht erscheint unsere Zahl nicht gut genug, aber immerhin sind das unsere ersten Schritte", sagt der Leiter des Projekts von der armenischen NGO für Landschaftsgestaltung und Umweltschutz, Armen Shekhoyan.

Die meisten Abfälle landen immer noch gemischt in normalen Containern. Mit finanzieller Unterstützung internationaler Organisationen will die Stadt die Zahl der Sammelstellen von jetzt 135 auf 300 erhöhen. Um dem Mülltrennungs-Weltmeister Deutschland Konkurrenz zu machen, ist es also noch ein langer Weg.

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